Vatikan
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Papst Franziskus
Papst Franziskus

24.02.2016

Papst spricht über Macht und Geld Materielles für die Nächstenliebe

Macht und Besitz sollen nach der Meinung des Papstes immer dem Gemeinwohl dienen und niemals nur dem Einzelnen. Franziskus rief die Gläubigen bei der Generalaudienz  dazu auf, materielle Güter im Geist der Nächstenliebe einzusetzen.

Gepaart mit Egoismus und Arroganz würden Einfluss und Geld zu Instrumenten der Korruption und des Todes, sagte Franziskus am Mittwoch bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Stattdessen müssten materielle Güter im Geist der Gerechtigkeit und der Nächstenliebe eingesetzt werden.

Franziskus bezog sich in seiner Katechese auf die alttestamentliche Erzählung von Nabot, der sich weigert, König Ahab seinen Weinberg zu verkaufen. Daraufhin bezichtigt ihn Ahabs Frau Isebel fälschlich der Gotteslästerung, damit er hingerichtet wird (1. Kön 21, 1b-4a). "Es ist eine Geschichte von heute", so Franziskus. "Auch heute beuten die Mächtigen andere aus, um mehr Geld zu verdienen; es ist die Geschichte des Menschenhandels, der Sklavenarbeit, der armen Leute, die schwarz für ein Minimum arbeiten, um die Mächtigen reicher zu machen; es ist die Geschichte der korrupten Politiker, die mehr und mehr und mehr wollen."

Allerdings sehe Ahab danach ein, dass er schlecht gehandelt habe, und bitte Gott um Vergebung. Dieser erweise dem König seine Barmherzigkeit und schicke ihm den Propheten Elia, weil der Sünder zur Umkehr bereit sei. Das Übel, das er angerichtet habe, sei unumkehrbar. Doch "die göttliche Barmherzigkeit ist stärker als die Sünde der Menschen." Dies habe Gott ihnen vor allem durch seinen Sohn Jesus Christus gezeigt. "Er ist kein König, der tötet, sondern der im Gegenteil das Leben gibt."

(KNA)

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