Bundesentwicklungsminister Gerd Müller
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

22.03.2016

Bundesminister Müller lobt Arbeit des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Für Lösungen vor Ort

Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hat die Arbeit des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes im Nahen Osten und in Ostafrika gewürdigt. Die Kirchen und Orden seien in diesem Bereich wichtige Partner der Bundesregierung.

Leider gebe es aber in allen Religionsgemeinschaften auch extremistische und intolerante Kräfte. "Da sehe ich die Gläubigen in der Verantwortung, auch innerhalb der Gemeinschaft für Toleranz und ein friedliches Miteinander zu werben", so Müller laut Mitteilung vom Dienstag gegenüber der Deutschen Provinz der Jesuiten in München. 

Nach den Worten des Ministers ist die deutsche Entwicklungspolitik zwar weltanschaulich neutral, aber nicht Werte-neutral. "Wir haben einen klaren Wertekompass und setzen uns deshalb weltweit für ein Leben in Würde ein, für Menschenrechte, Gleichberechtigung und den Schutz von Minderheiten." Die Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise sei eine epochale Aufgabe: "Wir können die Probleme der Welt nicht hier lösen, wir müssen unseren Beitrag leisten, sie vor Ort zu lösen."

Religionen als Schlüssel 

Der Schlüssel zur Lösung liege in den Regionen, aus denen die Menschen kämen, betonte Müller. Ziel müsse es sein, dass Menschen gar nicht erst fliehen müssten. Dafür bedürfe es langfristiger Perspektiven. So brauchten Kinder Schulen, Jugendliche eine Ausbildung, Erwachsene Arbeit und Einkommen.

Die Bildungsangebote der Jesuiten leisteten hier einen wichtigen Beitrag, gerade für die Flüchtlinge in afrikanischen Ländern. Besonders hob der Minister die Jesuiten Online Universität hervor, die es Flüchtlingen und jungen Erwachsenen aus den aufnehmenden Gemeinden ermögliche, etwa in Amman, ein Hochschulstudium aufzunehmen.

(KNA)

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