Thomas Sternberg
Thomas Sternberg

04.03.2016

Katholiken-Komitee fordert "synodale Kirche" Laien eine Stimme geben

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat für mehr Mitspracherechte der Laien in der Kirche plädiert.

"Wir brauchen in Deutschland eine synodale Kirche", sagte Sternberg am Freitag in Leipzig. Dafür habe sich auch Papst Franziskus beim jüngsten Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe im Vatikan ausgesprochen. "Wenn die Bischöfe den Papst beim Wort nehmen, muss sich in Deutschland etwas ändern", sagte Sternberg bei einer Tagung des Spitzengremiums der Laienkatholiken.

Wenn ein synodales Gremium geschaffen werde, sei die Repräsentativität der entscheidende Punkt. Hierbei komme dem ZdK eine entscheidende Rolle zu, so Sternberg: "Ich kenne keine andere katholische Gruppierung, die eine Laienrepräsentanz in dieser Weise bieten kann." Zugleich machte Sternberg deutlich, dass das ZdK in einem bundesweiten synodalen Gremium von Laien- und Kirchenvertretern "nicht völlig aufgehen darf". Die Eigenständigkeit müsse auf jeden Fall erhalten bleiben.

Den Papst beim Wort nehmen

Nach Sternbergs Auffassung kommt es künftig darauf an, wie politische Äußerungen der Kirche mit einer Stimme öffentlich formuliert werden können. Ein synodales Gremium könnte Bischöfen und Laien eine solche Stimme verleihen. An der zweitägigen Rätetagung nahmen knapp 100 Vorsitzende und Geschäftsführer der Diözesanräte sowie Vertreter des ZdK teil.

(KNA)

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