Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm

25.01.2016

Bedford-Strohm zu Gast bei "Anne Will" Humanität und Sachlichkeit

Angesichts der Debatten um Obergrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen befürchtet der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm, eine "Chaotisierung Europas". Nationale Grenzen zu schließen, sei keine Lösung, sagte er am Sonntagabend bei "Anne Will".

Es sei zwar wichtig, zu überlegen, wie der Zuzug nach Deutschland künftig reduziert werden könne, räumte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der ARD-Talksendung. Er habe aber noch keine Antwort von der Politik darauf erhalten, was passiere, wenn Menschen, die "in schlimmer Not" und "nicht aus Lust und Laune" nach Deutschland kämen, an den Grenzen abgewiesen würden. Er wünsche sich stattdessen mehr "Humanität und Sachlichkeit" in der Debatte, so Bedford-Strohm.

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet nannte eine dauerhafte Wiedereinführung der Grenzkontrollen innerhalb der EU eine "Gefährdung für den Binnenmarkt". Der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) meinte dagegen zur Diskussion über Obergrenzen, diese ergäben sich aus der "natürlichen Integrationsfähigkeit" eines Landes.

Die stellvertretende Bundessprecherin der rechtspopulistischen "Alternative für Deutschland" (AfD), Beatrix von Storch, sagte, sie wünsche sich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erkläre: "Unsere Willkommenskultur ist beendet."

(KNA)

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