01.05.2013

Bistum und Entwicklungsorganisationen rügen israelische Sperranlagen Gegen das Völkerrecht

Katholische Entwicklungsorganisationen haben scharfe Kritik an den israelischen Sperranlagen in den Palästinensergebieten geäußert.

Die Mauer im Westjordanland verlaufe "zum größten Teil auf besetztem palästinensischem Gebiet", heißt es in einer am Dienstag in Köln verbreiteten Erklärung. "Damit verstößt Israel gegen seine völkerrechtlichen Verpflichtungen, greift in grundlegende Rechte der palästinensischen Bevölkerung ein und entzieht die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen." Das Völkerrecht müsse konsequent eingehalten werden.

Unterstützer des Aufrufs sind das Erzbistum Köln, die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe, das bischöfliche Hilfswerk Misereor, der Deutsche Verein vom Heiligen Land und das Missionswerk missio. Sie forderten die Bundesregierung auf, "von Israel die Einhaltung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen, insbesondere nach dem humanitären Völkerrecht, einzufordern".

Anlass des Appells war die Entscheidung einer israelischen Sonderinstanz für Beschwerden gegen den Verlauf der Sperranlage. Sie hatte vor einigen Tagen eine Klage der katholischen Menschenrechtsorganisation Society of St. Yves abgewiesen, die sich gegen den Verlauf einer geplanten Mauer im Tal von Cremisan bei Beit Dschala wandte. Durch die Anlage würden zahlreiche, meist christliche Familien von ihrem Agrarland abgeschnitten, hieß es. Zudem würde die Mauer etwa 450 Kinder von ihrer Klosterschule trennen.

(epd)

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