Reich gedeckter Tisch. Bischof Bode hatte Obdachlose und Bedürftige in Kirche zum Fastenessen geladen.
Reich gedeckter Tisch. Bischof Bode hatte Obdachlose und Bedürftige in Kirche zum Fastenessen geladen.
Bischof Bode hat Obdachlose zum Fastenessen in Kirche eingeladen.
Bischof Bode hat Obdachlose zum Fastenessen in Kirche eingeladen.

10.03.2016

Bischof Bode über sein Fastenmahl mit Obdachlosen "Eine ganz großartige Sache"

Seit 20 Jahren ist Franz-Josef Bode Bischof von Osnabrück und im September begeht er den 25. Jahrestag seiner Bischofsweihe. Aus diesem Anlass hat er die obdachlosen und bedürftigen Menschen der Stadt eingeladen. Und er würde es wieder tun.

domradio.de: Beim Fastenmahl gab es heute Putengulasch, Salzkartoffeln und Salat. Nach Fastenmahl klingt es ja nicht so ganz, aber es klingt richtig lecker, war es auch so?

Bischof Bode: Es war wirklich sehr lecker, und alle haben es genossen und wir haben wunderbar Mahl gehalten. Es war ein faszinierender Anblick, in der Kirche die ganzen Tische gedeckt zu sehen. Es war natürlich für viele, viele gedeckt - leider sind nicht ganz so viele gekommen. Es sind gut 100 Personen dagewesen, und wir hatten eigentlich mit etwas mehr gerechnet, aber es war ein guter Anfang. Die, die da waren, haben sich sehr gefreut, dass sie dabei sein durften. Wir haben auch einen Chor gehabt, den sogenannten "Abseitschor". Das ist der Chor, der zu unserer Tagesstätte gehört und zur Straßenzeitung. Insofern war das atmosphärisch sehr schön.

domradio.de: Worüber haben Sie sich unterhalten mit ihren Gästen?

Bischof Bode: Die haben mir erzählt, wo sie herkommen und wie sie so leben. Einer hat erzählt, dass er nicht so gerne in die Wärmestube geht, weil es ihm dort zu laut ist; ein anderer erzählte, dass er lieber mehr in kleinen Kreisen isst. Insgesamt hatte ich das Gefühl, diese Menschen haben das als große Wertschätzung empfunden. Ich bin auch so ein bisschen von Tisch zu Tisch gegangen, um auch mit allen ein bisschen Kontakt zu haben.

domradio.de: Können Sie sich vorstellen, dass daraus jetzt auch so eine "Tradition" wird und auch vielleicht jedes Jahr mehr Leute kommen, um so ein Fastenmahl zu halten?

Bischof Bode: Wir müssen zunächst mal reflektieren, warum doch weniger als erwartet gekommen sind. Vielleicht ist auch das Wort Fastenmahl etwas fremd, und vielleicht muss man dann doch eher von einem Fest sprechen. Das könnte man ja dann in der Osterzeit mal machen. Also, wenn sich wieder ein Anlass bietet, das in dieser Art in der Kirche zu machen, werde ich die Idee auf jeden Fall nochmal aufgreifen. Das hat uns alle sehr angesprochen. Wir haben einfach die Bänke gegenübergesetzt und Tische dazwischen, das war also eine ganz großartige Sache.

Das Interview führte Susanne Becker-Huberti.

(dr)

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