Am Dritten Tag, so sagt die Bibel, ist Jesus auferstanden und die Bibel kennt zwei Worte: Gott hat ihn "auferweckt", sie spricht von der Auferweckung Jesu. Aber auch von der Auferstehung. Gott lässt Jesus nicht im Tod und er wird uns nicht im Tod lassen, er wird uns aufwecken zum Leben. Aber Auferstehung meint nicht nur, dass wir im Tod in Gott hinein auferstehen, sondern wir feiern... Artikel lesen...
Am Karsamstag feiert die Kirche keine Liturgie. Es ist ein Tag der Stille, ein Tag des Schweigens. Jesus ist nicht nur gestorben sondern er war tot, er lag im Grab. Die frühe Kirche hat dieses "im Grab liegen" auch als ein Heilsereignis verstanden. Jesus steigt hinab in mein Grab, in die Tiefen meiner Seele, um dort in der Tiefe meiner Seele mich zu heilen. Und das Begraben ist eine... Artikel lesen...
Manche Menschen tun sich schwer mit dem Karfreitag. Sie sagen "da ist so viel Leid, das Leid das drückt mich nieder". Wenn wir Jesus leiden sehen, so braucht er nicht unser Mitleid. Die Passionsmystik des Mittelalters verstand das Leiden Jesu als Ausdruck seiner Liebe zu uns. Wir schauen auf ihn, wie er gegeisselt wird, wie er mit Dornen gekrönt wird, wie er am Kreuz hängt... Artikel lesen...
Am Gründonnerstag gedenken wir der Einsetzung der Eucharistie. Jesus hat vor seinem Leiden ein Mahl gehalten mit den Jüngern, hat das Brot gebrochen und ihnen gereicht: "Das ist mein Leib", und den Wein mit den Worten: "Das ist mein Blut, für euch vergossen." In jeder Eucharistie brechen wir den Leib Christi damit wir nicht zerbrechen an unserem Leben. Und wir br... Artikel lesen...
Eine Übung in der Passionszeit ist die Kreuzwegandacht. In vielen Kirchen ist der Kreuzweg dargestellt, manchmal auch draußen bei Wallfahrtsorten. Wir Menschen gehen den Kreuzweg. Es sind 14 Stationen. 14 ist die heilende Zahl. Den Kreuzweg zu gehen heißt, alle Stationen meines Leidens sollen geheilt werden, sollen verwandelt werden. Und es sind archetypische Situationen, die jede... Artikel lesen...
Jesus ist am Kreuz natürlich auch der, der leidet. Für mich ist das ein wunderbares Bild, dass wir nicht nur unsere Gegensätze umarmen, sondern auch das verletzte Kind in uns. Die Psychologie sagt uns, jeder in uns hat ein verletztes Kind und dieses verletzte Kind schreit auf, wenn es heute verletzt wird. Das verlassene Kind schreit auf, wenn es um Abschied geht, das übersehene... Artikel lesen...
Jesus sagt im Johannesevangelium: "Vom Kreuz herab werde ich alle an mich ziehen". Die Kreuzgebärde ist also eine Gebärde der Umarmung. Jesus umarmt uns am Kreuz und Kreuz ist zugleich ein Symbol - Einheit aller Gegensätze. Das heißt, Jesus umarmt am Kreuz mich mit meiner Gegensätzlichkeit. Eine schöne Gebärde, die wir in der Passionszeit machen kö... Artikel lesen...
In der Passionszeit wird uns das Kreuz Jesu Christi immer wieder vor Augen geführt. Manche haben Probleme mit dem Kreuz. Es erinnert sie zu sehr an Sühne, an Opfer. Für die frühen Christen war es ein Schock, dass Jesus, der wunderbare Prediger, der Heiland, der Retter, am Kreuz enden musste. Aber dann haben sie nachgeschaut im Alten Testament, was das Kreuz bedeuten könnte... Artikel lesen...
Der vierte Schritt der Menschwerdung ist das Eins-Werden. Das Eins-Werden geschieht in der Stille, der Meditation und im Gebet. Gebet ist Begegnung mit Gott, aber das Ziel des Gebetes ist Eins zu werden mit ihm. Das Ziel des Schweigens, des Fastens, ist eins zu werden mit Gott und das feiern wir in der Eucharistie. Früher hat man sich auf die Eucharistie bewusst mit Fasten vorbereitet, weil m... Artikel lesen...
Der dritte Schritt der Menschwerdung, den uns Jesus vorgemacht hat, ist das Neu-Werden. Das Neu-Werden geschieht einmal in seinem Leiden, das mag uns selten vorkommen, dass Leiden einen neu macht, aber Leiden zerbricht die Vorstellungen, die ich mir gemacht habe, die ich mir vom Leben gemacht habe, die ich mir von Gott gemacht habe, und es gibt eben nur die Alternative, entweder ich lasse im Leide... Artikel lesen...