 |
|
|
 |
Newsletter
vom 06.03.2010 |
 |
|
"Jetzt liegst du auf dem Kreuz und kannst in den
Himmel schauen!",
sagte
Kardinal Meisner in unser domradio-Mikrophon. Der
Kölner Erzbischof musste zu Beginn der Fastenzeit in die
Uni-Klinik, um sich am Knie operieren zu lassen. Im Moment unterzieht
er sich in Bonn noch Reha-Maßnahmen, aber schon in der
nächsten Woche will er seine Amtsgeschäfte wieder aus
dem Erzbischöflichen Haus in der
Kardinal-Frings-Straße in Köln erledigen.
"Es geht mir gut, besser als ich es verdiene!", scherzte der Patient,
der alle zwei Tage von seinem Sekretär Domvikar Oliver Boss
die wichtigste Post bekam und regelmäßig von seinem
Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp besucht wurde. Seinen Humor hat
er trotz aller Unannehmlichkeiten nicht verloren: "Wenn ein Erzbischof
kranke Knie hat, ist das doch eigentlich eine Berufskrankheit?", fragte
sich Meisner, der mit einem Augenzwinkern verriet, er werde dem
Heiligen Vater demnächst einmal fragen, ob man mit dieser
Berufskrankheit eigentlich noch im Amt bleiben dürfe. Am
Karfreitag könne er bestimmt noch nicht die liturgisch
vorgesehenen 14 Kniebeugen an den Kreuzwegstationen machen, aber
dafür werde er sich umso tiefer verbeugen. Eine leichte
Übung für einen sturmerprobten Kirchenmann, der in
schwierigen kirchlich-gesellschaftlichen Diskussionen schon oft seine
Standfestigkeit unter Beweis gestellt hat. Bei der
Frühjahrskonferenz der Deutschen Bischöfe in Freiburg
konnte er, wie auch sein Mitbruder Karl Kardinal Lehmann, diesmal
leider nicht dabei sein, aber nicht nur über unser domradio.de
dürfte er über alle dort behandelten Diskussions- und
Knackpunkte bestens informiert sein. Und wer den Kölner
Kardinal kennt, weiß, dass er sich auch in Zukunft nicht
wegduckt und trotz aller Knieprobleme richtig in seine Aufgaben
hineinknien wird. Gute Besserungswünsche wollen wir an dieser
Stelle aber dennoch nicht vergessen!
Einen gesegneten Dritten Fastensonntag wünscht Ihnen
für unser ganzes domradio-Team aus der Domstadt,
Ihr
Ingo Brüggenjürgen
Chefredakteur
PS: Wenn
der eine Erzbischof verhindert ist, kommt eben der nächste, so
schön ist das in der Weltkirche. Gerade war hier in unserer
Redaktion der sehr sympatische Erzbischof Luiz Soares Vieira zu Gast.
Er betreut in Brasilien am Amazonas die größte
Diözese der Welt. Wie er seine pastoralen Aufgaben erledigt?
Natürlich nutzt auch er den "guten Draht nach oben" und setzt
bei der Verkündigung der Frohen Botschaft ganz auf das Radio. |
|
|
domradio
- der Sonntag
Kultur und mehr
Sonntag, 07.03.2010, 12-15 Uhr
Das Kino-Phänomen – Der meditative Film "Die
große Stille" erobert die Welt. Weitere Themen: *Spiegelungen
eines langen Lebens – Die Autorin Anne Dorn blickt
zurück. *Hiob und Ich – Psychisch kranke Jugendliche
zeigen ihre Bilder zum Hiob-Altar im Wallraf-Richartz-Museum in
Köln. *"Smile" – Bernhard Paul über das
neue Programm des Zirkus "Roncalli" und den Zeitgeist von heute. *"Wie
liegt die Stadt so wüste" – Erstaunlich modern ist
die expressive Musik des Barock-Komponisten Matthias Weckmann. *Zu
Fuß von Köln nach Jerusalem ohne Geld –
Ein Kameramann hat sich auf den Weg der Selbstfindung gemacht. *Die
Stadt der Verlierer – Daniel Depps Roman über die
Schattenseiten von Hollywood. *Zum Weltfrauentag – Glauben
Frauen anders als Männer? *Zwischen Reiz und Scham –
150 Jahre Kulturgeschichte der Unterwäsche in Euskirchen.
*"Alles was du siehst" – Ein Ghostwriter auf der
albtraumhaften Suche nach seiner Identität. Neu: der
Kulturticker mit aktuellen Nachrichten.
Musica
"Wie liegt die Stadt so wüste" – Neue CDs mit
geistlicher Musik zur Fastenzeit
Sonntag, 07.03.2010, 20-22 Uhr
Konrad Junghänel ist Spezialist für die Musik des 17.
Jahrhunderts. Mit seinem Ensemble Cantus Cölln hat der
Professor der Kölner Hochschule für Musik und Tanz
nun eine spannende CD-Neuerscheinung vorgelegt. Der heute weitgehend
unbekannte Komponist Matthias Weckmann war im Hamburg des 17.
Jahrhunderts berühmt für seine expressive Musik.
Junghänel hat unter dem Titel "Wie liegt die Stadt so
wüste" neun Werke von Weckmann eingespielt, darunter Motetten
und Lamentationes. Auch 350 Jahre nach ihrer Entstehung fesselt diese
Musik durch ihre Ausdruckskraft und Schönheit. Im
domradio-Interview erzählt Konrad Junghänel, was ihn
an Weckmann und seiner Musik persönlich so fasziniert.
Weltweit
– in Zusammenarbeit mit Kolping International
Frauen fördern! – Wie sich Kolping International
für Frauen und Mädchen einsetzt
Montag, 08.03.2010, 10-12 Uhr
Wer ein Land nachhaltig voran bringen will, sollte auf die Frauen
setzen. Diese Grunderkenntnis der Entwicklungszusammenarbeit gilt
sowohl für Afrika und Asien als auch für
Lateinamerika. Schließlich sind es fast immer und
überall die Frauen, die von sich aus Verantwortung
übernehmen - für ihre Kinder, für ihre
Familien, für ihre Gemeinschaft. Gleichzeitig ist es leider
so, dass dort, wo Menschen ohnehin schlimm dran sind, es die Frauen
besonders hart trifft. In domradio-weltweit nehmen wir den
Weltfrauentag am 8. März zum Anlass, um gemeinsam mit Kolping
International über die Förderung von Frauen auf der
ganzen Welt nachzudenken. Wir klären, was "Gender
Mainstreaming" bedeutet, stellen Projekte für Hausangestellte
in Ecuador vor und blicken auf die indonesische Insel Sumba, wo Kolping
sogenannte Asramen unterhält, Wohnheime für
Mädchen.
Das
Thema
Ich lebe, weil Du tot bist – Zur
Situation der Organspende in Deutschland
Mittwoch, 10.03.2010, 10-12 Uhr
Die Zahl der Organspender ist im letzten Jahr leicht angestiegen,
allerdings sind es gerade Mal 19 mehr Spender. Das ist viel zu wenig,
sagt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Nötig
wären Transplantationsbeauftragte in deutschen
Krankenhäusern, so wie es beispielsweise in Spanien der Fall
ist. In der Sendung sprechen wir unter anderem mit dem Vorsitzenden der
Deutschen Stiftung Organtransplantation, Thomas Beck.
Außerdem kommt Bundesgesundheitsminister Philip
Rösler zu Wort, der seine Position zur Organspende darstellen
wird. Desweiteren gibt es einen Einblick in das Leben von Angelika
Breuer, einer Frau, die seit 17 Jahren mit einem fremden Herzen lebt.
Reisen
Die
ganze Welt zu Gast – domradio von der ITB in Berlin
Freitag, 12.03.2010, 10-12 Uhr
Die weltgrößte Reisemesse in Berlin hat wieder ihre
Pforten geöffnet, zunächst nur für
Fachbesucher, am Wochenende dann für alle Reiselustigen. Wer
mag, kann also abtauchen in ferne Welten, andere Kontinente erobern
oder ganz konkret die nächste Reise planen. Kulturreisen,
Pilgern und Wandern ist groß im Trend. Nachbarländer
wie Frankreich, Polen und Österreich laden ein, neue Routen zu
entdecken. Mittendrin sind auch die Kirchen mit dem Forum über
die "Sommerfrische Dorfkirche". Gastland der ITB ist die
Türkei, die ebenfalls mehr zu bieten hat, als weiße
Traumstrände.
Bücher
"Spiegelungen" – der neue Roman von Anne Dorn. Und:
Lit.Cologne. Erste Impressionen
Freitag, 12.03.2010, 20-21 Uhr
"Für mich bedeutet der Einsturz des Stadtarchivs eine
verkürzte Identität". Anne Dorn, Schriftstellerin aus
Köln, hat ihren Vorlass beim Einsturz des Stadtarchivs
verloren: Briefe, Manuskripte, Gedichte, Tagebuchaufzeichnungen, die
sie ins Archiv gegeben hatte. In domradio-Bücher
erzählt die 85jährige Schriftstellerin auch von ihrer
Kindheit in Ostsachsen, von ihrem Lebensweg über New York,
Paris, Amsterdam nach Köln. Und sie stellt ihren neuen Roman
"Spiegelungen" vor. Außerdem in domradio-Bücher: die
Lit.Cologne. – Eindrücke von den ersten Tagen des
Lesefestes in Köln.
|
|
|
 |
|
|
Weitere
Themen der Woche: |
|
|
 |
|
|
Sonntag:
Gottesdienst (10 Uhr): Kapitelsamt
mit Prälat Dr. Robert Kümpel aus dem Kölner
Dom
Gottesdienst (18 Uhr) Evensong aus
dem Kölner Dom (live in Bild und Ton auf domradio.de; im Radio
um 22 Uhr)
Donnerstag:
Beratung (10-12 Uhr): "Empty nest"
– Wenn die Kinder flügge werden
Gruppen zu Gast (20-22 Uhr):
Seelsorge und Begegnung im Paulushaus für psychiatrieerfahrene
Menschen
Das
Tagesevangelium täglich 8 Uhr mit Pfarrer Michael Neudert,
Erfurt |
|
|
 |
|
|
Die domradio-Themen vom
10.10.2009 - 16.10.2009 |
|
|
 |
|
|

Immer
wieder Spanien
Der Papst
reist unerwartet nach Santiago und Barcelona
Papst Benedikt XVI. wird im November nach Nordspanien reisen, um den
Altar des katalanischen Architekten Antonio Gaudí in
Barcelona einzuweihen und den Wallfahrtsort Santiago de Compostela zu
besuchen. Die zweite Spanienreise des Kirchenoberhaupts seit seinem
Amtsantritt vor fünf Jahren ist für den 5. und 6.
November geplant. Im kommenden Jahr steht in Spanien
anlässlich des Weltjugendtags in Madrid eine weitere
Papstvisite auf dem Programm. [mehr]
"Dass
der Fokus auf uns liegt, ist verständlich"
Bischof
Ackermann zur Debatte um einen Runden Tisch und das weitere Vorgehen
der Kirche im Umgang mit Missbrauchsfällen
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist seit wenigen Tagen
bundesweiter Ansprechpartners für alle "Fragen im Zusammenhang
des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen
Bereich" der Bischofskonferenz. Im domradio.de-Interview
erklärt er, warum die Katholische Kirche gegen einen eigenen
Runden Tisch ist und welchen Weg sie stattdessen einschlägt. [mehr]
Bei
der EKD stellen sich Weichen
Präses
Schneider wird als Nachfolger Margot Käßmanns
favorisiert
Nach dem Rücktritt seiner Vorsitzenden, Bischöfin
Margot Käßmann, setzt der Rat der Evangelischen
Kirche in Deutschland auf Kontinuität. Der bisherige
Stellvertreter Käßmanns, der rheinische
Präses Nikolaus Schneider, soll bis zur nächsten
Synodentagung im November als amtierender Ratspräsident
fungieren, beschloss das Leitungsgremium auf einer Sitzung in Tutzing.
Auch für die Zeit danach ist er der Favorit. [mehr]
"Es
geht mir besser, als ich es verdiene"
Kardinal
Meisner auf dem Weg der Besserung nach Knieoperation
Joachim Kardinal Meisner ist auf dem Weg der Besserung. Wegen Problemen
in seinem Knie hatte sich der Kölner Erzbischof einem
längeren Krankenhausaufenthalt unterziehen müssen.
Der neigt sich nun dem Ende zu: Er wird am kommenden Dienstag
voraussichtlich wieder seine Geschäfte in Köln
aufnehmen. [mehr]
"Klientelpolitik
ist nicht das, was katholisch ist"
Prälat
Karl Jüsten zu zehn Jahren im politischen Berlin
Seit 1. März 2000 vertritt Prälat Karl
Jüsten die Deutsche Bischofskonferenz im politischen Berlin.
Im Interview schildert der 48-jährige Leiter des Katholischen
Büros bei der Bundesregierung am Wochenende in Berlin seine
Erfahrungen aus zehn Jahren Arbeit. [mehr]
"Zur christlichen Profilierung beitragen"
Weihbischof Jaschke über katholische Arbeitskreise in der Union
Seit November gibt es den "Arbeitskreis Engagierter Katholiken" (AEK)
in der Union. Am Samstag soll sein bayrisches Pendant gegründet
werden, die "ChristSozialen Katholiken in der CSU" (CSK). Der Hamburger
Weihbischof Hans-Jochen Jaschke äußert sich im Interview
über den Sinn solcher Arbeitskreise, eine Protestantin als
Parteivorsitzende und die Profilsuche der Volksparteien. [mehr] |
|
|
 |
|
|
Die
domradio.de-Videos der Woche |
|
|
 |
|
|

Brasilianischer Erzbischof im Dialog mit deutschen Schülern
Brasilien, das steht für Samba, Fußball und den Regenwald.
Doch das Sinnbild des lateinamerikanischen Landes, der immergrüne
Tropenwald, weicht Kuhweiden und Sojaplantagen. Das hat dramatische
Folgen für das Weltklima - und Brasiliens landlose Bauern. Mit dem
Fastenaktionsprojekt Brasilien will Misereor die Diözese von
Erzbischof Luiz Soares Vieria unterstützen. Eine Woche war der
Erzbischof in Köln und Umgebung unterwegs um auf die Probleme in
seiner Region aufmerksam zu machen. [Video ansehen]

Als Arzt nach Peru
Es ist die erste Fernreise seines Lebens: Der pensionierte Urologe Dr.
Klaus Roth aus Leverkusen-Hitdorf reist Ende April für mindestens
7 Wochen nach Peru. In der Universitätsklinik der westperuanischen
Stadt Trujillo wird der langjährige Oberarzt des
Köln-Longericher Heilig-Geist-Krankenhauses sein Fachwissen an
ortsansässige Ärzte weitergeben: er wird dem Klinikpersonal
endoskopische Operationsmethoden beibringen, die in Deutschland
Standard, in Peru hingegen noch nicht bekannt sind. Begleitet wird Roth
von Dr. Jürgen Nuding, ebenfalls pensionierter Urologe aus
Bergisch-Gladbach. Nuding ist Gründer der „Medizinischen
Hilfe Malteser Peru“, einem Verein, in dem Ärzte organisiert
sind, die – 11.000 Kilometer von Deutschland entfernt –
ehrenamtlich tätig sind. Vor Ort werden die beiden deutschen
Ärzte eng mit Prälat Dr. Helmut Zielinski zusammenarbeiten,
dem Gründer von „Malteser Peru“. Medizinische Hilfe
ist in dem südamerikanischen Land bitter nötig: Die meisten
Peruaner leben unterhalb der Armutsgrenze. Wichtige Operationen
können sich nur die leisten, die sie bezahlen können. Genau
das will die „Medizinische Hilfe Malteser Peru“
ändern. [Video ansehen]
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|