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10.2.2012

WHO warnt vor medizinisch-humanitärer Katastrophe in Homs

In der belagerten syrischen Stadt Homs droht nach Angaben der der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine medizinisch-humanitäre Katastrophe. Medikamente, Blutkonserven und Verbandmaterial für die Verletzten seien kaum noch vorhanden, berichtete die WHO am Freitag in Genf. Hilfsorganisationen könnten aufgrund des Beschusses durch Soldaten des Assad-Regimes keinen medizinischen Nachschub für Krankenhäuser und Arztpraxen nach Homs liefern. Zudem behinderten Stromausfälle die Arbeit der Ärzte. Viele Verwundete, die keine medizinische Einrichtung erreichen könnten, seien sich selbst überlassen. Die WHO warnte die Konfliktparteien eindringlich davor, das Feuer auf Ärzte und medizinische Einrichtungen zu eröffnen. Medizinisches Personal sei neutral unter allen Umständen zu schonen. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad lässt seit Tagen die Stadt Homs mit schweren Waffen beschießen. Homs ist eine Hochburg der Opposition gegen das diktatorische Regime. Seit Ausbruch des Volksaufstandes gegen Assad im März 2011 kamen nach UN-Schätzungen mehr als 6.000 Menschen ums Leben.

( epd )