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5.2.2012

Jaschke: Durch Glaubwürdigkeit Vertrauenskrise überwinden

Bei der Bewältigung der aktuellen Krisen in Politik und Gesellschaft sollte die Kirche nach Ansicht des Hamburger Weihbischofs Hans-Jochen Jaschke eine Vorreiterrolle übernehmen. "Die Kirche gewinnt Vertrauen durch glaubwürdige Personen, durch den offenen, angstfreien Dialog auf allen Ebenen", sagte Jaschke zum Abschluss der 39. Sankt Ansgar-Woche am Sonntag im Hamburger Mariendom. "Die Finanzkrise wird immer unübersichtlicher und nimmt kein Ende. Die Leitwährung Vertrauen nimmt immer größeren Schaden", so Jaschke. Die Krise könne nur durch aufrichtige Neuanfänge bewältigt werden. "In Politik und Gesellschaft wollen wir uns zu Verantwortung und vorbildlichem Handeln ermutigen", sagte der Weihbischof.

Freilich stehe die Kirche selbst vor einem Glaubwürdigkeitsproblem. "Sie will für Vertrauen stehen und hat es doch bitter missbraucht", so Jaschke. Mehr Menschen als je zuvor verließen die Kirche. "Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass die Menschen uns weglaufen. Unsere Leidenschaft für den Menschen muss die wahre Leidenschaft für Gott werden." So könne wahrhaftiges Gottvertrauen wachsen und aus der Vertrauenskrise herausführen, sagte der Weihbischof.

( kna )