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4.2.2012

Kardinal Meisner würdigt Gründer von Kirche in Not

Zum neunten Todestag von Pater Werenfried van Straatens (1913-2003) hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner dessen Leben und Werk gewürdigt. Auch heute stehe der Gründer des internationalen katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" immer noch da als "der große Sammler - mit seinen großen Händen, mit seinem großen Herzen, mit seinem großen Millionenhut", sagte er am Samstag in einem Gottesdienst im Kölner Dom. Zu Lebzeiten habe er mit seiner Großzügigkeit Menschen angesteckt. So seien auch sie als Sammler tätig geworden und immer noch unterwegs, um Menschen zum Christentum zu führen, so der Kardinal vor rund 400 Mitgliedern und Freunden von "Kirche in Not". Am Gottesdienst nahm auch der algerische Erzbischof Ghaleb Bader teil. Der Kardinal erinnerte an die vielfältigen Ideen Pater Werenfrieds zur Sammlung der Christen. So habe er die Ausbildung von Priestern unterstützt, Priesterberufungen gefördert oder mit der Aktion "Kapellenwagen" in abgelegenen Regionen für Gottesdienste gesorgt. "An Fantasie hat es Pater Werenfried nie gefehlt", so Meisner. Er forderte das Hilfswerk auf, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Gestalten wie Werenfried van Straaten stünden immer in der Gefahr, von ihren Freunden und Verehrern "mumifiziert" zu werden. Das aber würde im Falle von "Kirche in Not" aus dem Hilfswerk ein Museum machen. Der niederländische Prämonstratenserpater Werenfried van Straaten starb am 31. Januar 2003 in Bad Soden. Er hatte "Kirche in Not" 1947 damals unter dem Namen "Ostpriesterhilfe" gegründet. Weil er anfänglich bei flämischen Bauern unter anderem Hunderte Tonnen Speck für heimatvertriebene deutsche Katholiken sammelte, wurde er auch als "Speckpater" berühmt. Seine Organisation ist heute in rund 140 Ländern aktiv und hilft der katholischen Kirche dort, wo sie unterdrückt wird oder zu wenige Mittel für die Seelsorge hat.

( kna )