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3.2.2012

Kirchen: Bochum bei Sonntags-Entscheid in Vorreiterrolle

Nach der Bochumer Rats-Entscheidung gegen verkaufsoffene Sonntage sehen die Kirchen die Stadt in einer "Vorreiterrolle". Auch in anderen Städten der Region werde derzeit kritisch über verkaufsoffene Sonntage debattiert, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme der katholischen und der evangelischen Kirche in Bochum. Dies sei ein geeigneter Anlass für eine "Wertedebatte". Sie sollte über Themen wie Sonntagsöffnung und früher Start des Weihnachtsmarktes hinaus geführt werden. Die Ratsentscheidung sei aus ihrer Sicht "kein Imageverlust für die Stadt Bochum". Der Rat der Stadt Bochum hatte am Donnerstag entschieden, 2012 keine verkaufsoffenen Sonntage in Bochum und Wattenscheid zu genehmigen. Mitte Januar hatten die Kirchen gefordert, die verkaufsoffenen Sonntage abzuschaffen oder deutlich zu reduzieren. Nach dem NRW-Ladenöffnungsgesetz dürfen die Geschäfte in einer Gemeinde jeweils an vier Sonntagen pro Jahr öffnen. Wegen stadtteilbezogener Genehmigungen gibt es vielerorts aber mehr verkaufsoffene Sonntage. Desem Trend will Die rot-grüne Landesregierung entgegenwirken. Sie wird dabei besonders von Kirchen und Gewerkschaften unterstützt.

( kna )