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27.1.2012

Studie: Kirchenmitglieder wählen seltener NPD

Die NPD ist bei nicht kirchlich gebundenen Wählern deutlich erfolgreicher als bei Kirchenangehörigen. "Kirchenmitglieder wählen seltener die NPD", heißt es in einer am Freitag in Berlin von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung vorgelegten Analyse der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Partei. Ebenso wie bei den Kirchen habe die NPD zu keiner Zeit bei Gewerkschaften, Verbänden oder politischen und wirtschaftlichen Eliten "andocken" können. Allerdings hänge ein Erstarken der NPD durchaus mit einer Schwäche der etablierten gesellschaftlichen Institutionen zusammen. Voraussetzung dafür, dass die Partei "überhaupt als 'Kümmerer' in Erscheinung treten kann, ist ein gesellschaftliches Vakuum", so die knapp 30-seitige Analyse der Stiftung. Die Partei beiße sich dort fest, wo Kirchen, Gewerkschaften, andere Vereine oder demokratische Parteien "die Menschen nur noch schlecht erreichen". Anhänger und Sympathisanten der NPD kommen demnach vor allem aus den unteren gesellschaftlichen Schichten. Ihre Wähler seien zumeist jung und männlich, die Propaganda der NPD verfange stark bei Menschen mit niedrigem oder mittlerem Bildungsniveau, zumeist bei Arbeitern und Arbeitslosen. Bei Frauen, besonders älteren, "beißt sie auf Granit".

( kna )