In der Debatte um eine Neuregelung der Organspende stemmt sich Bundesgesundheitsminister Bahr weiter gegen einen Entscheidungszwang der Bürger. Dieser sei unrealistisch, weil man keine Strafe verhängen kann, wenn sich jemand damit nicht befassen wolle, sagte der FDP-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". SPD-Fraktionschef Steinmeier plädierte hingegen für eine stärkere Verpflichtung, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen. Die von Steinmeier und Unions-Fraktionschef Kauder favorisierte Entscheidungslösung sieht vor, dass jeder Bürger sich einmal für oder gegen eine Organspende entscheidet. Möglich soll es aber auch sein, diese Entscheidung nicht zu treffen.