Erzbischof Zollitsch macht Front gegen Online-Shop mit Leichenteilen
Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch und der evangelische Landesbischof von Baden ,Fischer, warnen davor, Deutschland könne «scheibchenweise zu einer Drehscheibe des globalen Leichenhandels werden.» In einer Internet-Erklärung des Erzbistums kritisieren Zollitsch und Fischer den von Gunther von Hagens initiierten Internet-Handel mit Leichen-Plastinaten. Dieser Tabubruch dürfe nicht zugelassen werden. Die Bischöfe verweisen auf das Vorgehen der Justiz in anderen Ländern, die einen Nachweis verlangten, dass plastinierte Leichen nur von Verstorbenen stammen dürften, die zu Lebzeiten einer solchen Verwendung ihres Körpers zugestimmt hätten.
Die «Süddeutsche Zeitung» hatte über den ab 3. November geplanten Online-Shop des umstrittenen Heidelberger Geschäftsmannes berichtet.
Dort werden bereits jetzt Teil- und Ganzköperpräparate zu Preisen zwischen rund 400 und 70.000 Euro präsentiert.