Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sieht Kultur und Kirche untrennbar miteinander verbunden. Religion brauche Kultur, und Kultur brauche Religion. Das sagte Schneider in Essen. Schneider räumte ein, dass das heutige Verhältnis zwischen Kunst und Kirche in der eigenen Gesellschaft nicht immer spannungsfrei sei. Es sei einerseits geprägt von dem kirchlichen Auftrag der Verkündigung und andererseits vom Anspruch der zeitgenössischen Kunst, "auftragslos" bleiben zu wollen. Doch sei es Aufgabe der Kirche, "den Künsten eine Muse zu sein". Die EKD beziffert die finanziellen Aufwendungen für Kulturförderung der evangelischen und katholischen Kirche auf insgesamt rund 4,4 Milliarden Euro im Jahr.