18.01.2016

De Maiziere spricht mit muslimischen Dachverbänden Die pluralistische Gesellschaft

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) hat mit den muslimischen Dachverbänden über eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe gesprochen. Er verurteilte jegliche religiös motivierte Gewalt.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) hat mit den muslimischen Dachverbänden über eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe gesprochen. Das Ministerium teilte am Montag in Berlin mit, dass sich das Treffen in eine bereits bestehende intensive Zusammenarbeit mit den Verbänden einreihe. Beide Seiten seien sich einig, den Dialog fortzuführen. Den muslimischen Verbänden und Trägern zivilgesellschaftlicher Projekte komme für die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts eine wichtige Rolle zu.

Bei dem "partnerschaftlichen Dialog" sei es um gemeinsame Strategien im Umgang mit den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gegangen, hieß es weiter. "Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Konflikte in Syrien und im Irak, der aktuellen terroristischen Anschläge von Paris und Istanbul sowie der Übergriffe gegenüber Muslimen und ihren Einrichtungen sind die muslimischen Verbände in Deutschland wichtige Partner für den Erhalt unserer pluralistischen Gesellschaft". Terror und Extremismus richteten sich gegen jeden Mitbürger - unabhängig welchen Glaubens.

De Maiziere sagte: "Wir sind eine pluralistische und weltoffene Gesellschaft, in der Personen aller Religionen friedlich zusammen leben. Wir lassen nicht zu, dass Extremisten einen Keil in unsere Gesellschaft treiben, dass unsere Werte und Menschlichkeit angegriffen werden." Für Gewalt gegen Andersgläubige und Gewalt aus vermeintlich religiösen Motiven sei in Deutschland kein Platz.

"Für Gewalt gegen Andersgläubige und Gewalt aus vermeintlich religiösen Motiven ist in Deutschland kein Platz", erklärte der Minister. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Extremisten einen Keil in die Gesellschaft treiben. Die muslimischen Verbände in Deutschland seien wichtige Partner für den Erhalt der pluralistischen Gesellschaft.

Der Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime, Zekeriya Altug, sagte: "In zwei verschiedenen Arbeitsgruppen haben wir bestehende Herausforderungen erörtert sowie gemeinsam Vorschläge für eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe der Muslime unseres Landes diskutiert. Die bisherige Arbeit stimmt mich zuversichtlich, dass wir unsere Zukunft gemeinsam sicher gestalten werden."

(KNA, epd)

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