24.11.2012

Nachrichtenarchiv 24.11.2012 14:24

Papst: Katholische Kirche ist "Kirche aller Völker"

Papst Benedikt XVI. hat anlässlich der Ernennung von sechs neuen Kardinälen den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche bekräftigt. Die Kirche sei "katholisch", weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, sagte der Papst am Samstag im Vatikan. Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, "allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen". Die Kirche sei dem Auftrag Jesu verpflichtet, jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Zugleich hob Benedikt XVI. hervor, dass es nur eine Kirche Christi geben könne. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des "einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt". Während des feierlichen Konsistoriums nahm der Papst die Erzbischöfe von Manila, Abuja und Bogota sowie zwei Oberhäupter katholischer Ostkirchen in das Kardinalskollegium auf. Auch der langjährige Präfekt des Päpstlichen Hauses, der US-amerikanische Erzbischof James Michael Harvey, zog in das oberste Beratergremium des Papstes ein. Er habe durch diese Ernennungen deutlich machen wollen, dass die Kirche eine Kirche aller Völker sei und sich in den unterschiedlichen Kulturen der verschiedenen Kontinente ausdrücke, sagte der Papst. Das Kardinalskollegium sei Spiegelbild der Einheit und Universalität der katholischen Kirche, so das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Es weise eine Vielfalt von Gesichtern auf, weil es die Universalität der Kirche zum Ausdruck bringe. Die Kirche sei keine örtliche Gemeinschaft, die sich langsam vergrößere und ausbreite, sondern "gleichsam der Sauerteig", der auf das Ganze hin ausgerichtet sei und die Universalität selber in sich trage. Der Papst verwies auf den Sprachgebrauch der Apostel. Wenn diese von "Kirche" gesprochen hätten, dann sei nicht eine bestimmte Gemeinde gemeint gewesen, sondern die "Kirche Christi". Die neuen Kardinäle aus der Weltkirche sind Luis Antonio Tagle, Erzbischof der philippinischen Hauptstadt Manila, John Olorunfemi Onaiyekan, Erzbischof von Abuja in Nigeria, Ruben Salazar Gomez, Erzbischof der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Außerdem erhielten der maronitische Patriarch Bechara Rai und der syromalankarische Großerzbischof Baselios Cleemis Thottunkal die Kardinalsinsignien.

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