20.06.2011

Nachrichtenarchiv 20.06.2011 17:24

Papstbruder: Forderung nach Priesterehe "kurios"

Georg Ratzinger, Priester und Bruder von Papst Benedikt XVI., hat den Zölibat verteidigt. Die verpflichtende Ehelosigkeit der Priester habe ihren "theologischen Sinn", sagte der frühere Domkapellmeister der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Von Reformen hält er in diesem Punkt nichts: "Einerseits gibt es immer weniger Ehen in unserer Zeit, andererseits soll der Priester jetzt auf einmal heiraten." Das wirke auf ihn "ein bisschen kurios". Durch die Priesterehe würde es nach Ansicht Ratzingers auch nicht mehr Geistliche geben. Sich von daher eine wesentliche Änderung zu erwarten, sei in gewisser Weise naiv. Rückblickend auf sein eigenes, langes Priesterleben sagte der Prälat, für ihn sei das Wichtigste gewesen, einer Gruppe zuzugehören, "die von Gott berufen ist, ihn, seine Existenz, seine Güte, seine Wahrhaftigkeit in die Welt hineinzutragen".

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