Thomaner, Thomaskirche und Thomasschule feiern ihr Jubiläum
„800 Jahre lebendige Tradition“
In „Musica“ geht es um die wohl berühmteste Schule Deutschlands. Doch sie hat ihren Bekanntheitsgrad nicht unbedingt von ihrem zweifellos guten Unterrichtsniveau und der langen Tradition. Auch bekannte Schüler wie Gottfried Wilhelm Leibniz oder Richard Wagner allein erklären nicht, dass ihr 800-jähriges Bestehen zusammen mit der angegliederten Kirche und dem Chor das ganze Jahr über in Leipzig gefeiert wird. Es liegt an einem Lateinlehrer, der als einer der größten Komponisten der Menschheit gilt: Johann Sebastian Bach. Er wurde 1723 Thomaskantor in der Messestadt. In seiner Eigenschaft als Leiter des Thomanerchores unterrichtete er an der Schule auch Latein. Aber natürlich war seine Hauptaufgabe die Kirchenmusik an der Thomas- und Nicolaikirche. Bis heute gibt es eine sehr enge Beziehung zwischen dem Thomanerchor und der Thomasschule. mehr...
Sendedatum: 5.2.2012
Selbstgeschriebene Werke von Friedrich II. zum 300. Geburtstag
„Komponist nach Feierabend“
Über 120 Flötensonaten, zwei Sinfonien und mehrere Märsche – mit Blick auf seinen „Hauptberuf“ ist es erstaunlich, wie umfangreich Friedrich II. komponierte. Am Dienstag jährte sich der Geburtstag des Herrschers zum 300. Mal. Friedrich der Große sei ein „Vorbild und Trugbild“ in der preußischen Geschichte gewesen, das hat Bundespräsident Wulff bei einem Festakt in dieser Woche gesagt: „Er konnte in einem Moment eiserner Feldherr und im nächsten sanfter Flötenspieler sein.“ Doch nicht nur die Flöte beherrschte der Preußenkönig sehr gut – auch seine Kompositionen erreichen ein gutes Niveau, auch wenn sie nie an die seines Lehrers Johann Joachim Quantz heranreichen. Von beiden gibt es Werke in der Sendung „Musica“ zu hören – und von Carl Philipp Emanuel Bach, er war Hofcembalist beim „Alten Fritz“. mehr...
Sendedatum: 29.1.2012
Cembalo-Pionier Gustav Leonhardt verstorben
„Master Harpsichordist“
Die New York Times würdigt ihn als „Meister-Cembalisten“, andere Kulturjournalisten loben vor allem seine musikalische Akribie und Bescheidenheit – am Montag ist Gustav Leonhardt im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Zusammen mit Nikolaus Harnoncourt gehört er zu den Vorreitern der Historischen Aufführungspraxis. Seine besondere Liebe galt der Musik von Johann Sebastian Bach, in „Musica“ gibt es zum Beispiel die Partita in e-moll und das Concerto für Cembalo und zwei Blockflöten in F-Dur zu hören. mehr...
Sendedatum: 22.1.2012
Ausgewählte Aufnahmen zum Karriereende von Thomas Quasthoff
„Ich gehe ohne Bitterkeit“
Der renommierte Bass-Bariton Thomas Quasthoff hat in dieser Woche das Ende seiner Gesangskarriere bekanntgegeben – aus gesundheitlichen Gründen. Klassik-Liebhaber und Musiker haben sich darüber bestürzt gezeigt. Der 52jährige war mehr 30 Jahre als Sänger aktiv gewesen und gehörte zu Deutschlands besten Liedsängern – trotz einer Contergan-Schädigung seit Geburt. In der Sendung „Musica“ gibt es ausgewählte Aufnahmen des Künstlers zu hören. mehr...
Sendedatum: 15.1.2012
Zum Tode von Helmut Müller-Brühl
„Das ganze Leben Theologie betrieben“
Bevor er professioneller Musiker wurde, studierte er bei Prof. Joseph Ratzinger Theologie: Helmut Müller-Brühl prägte über Jahrzehnte das Musikleben in Köln mit seinem Kölner Kammerorchester. Theologie und Musik seien die beiden Stränge seines Lebens gewesen, sagte Müller-Brühl einmal. Am 02. Januar 2012 ist der renommierte Dirigent nach schwerer Krankheit gestorben. Auch nachdem er den Dirigenten-Stab eigentlich schon an seinen Nachfolger abgegeben hatte, ermöglichte er dem Kammerorchester einen ganz besonderen Höhepunkt: an Pfingsten 2009 führte es zusammen mit dem Kölner Domchor bei der Papst-Messe im Petersdom die Missa Solemnis in B-Dur von Joseph Haydn auf – es war das erste Mal seit 25 Jahren, dass dort eine Orchestermesse im Beisein eines Papstes aufgeführt wurde. mehr...
Sendedatum: 8.1.2012
Geistliche Musik am 01. Januar zum Hochfest der Gottesmutter Maria und Oktavtag Weihnachten
„Magnificat!“
Bekannt ist der 1. Januar als Neujahr – doch im katholischen Verständnis ist dieser Tag vor allem das Hochfest der Gottesmutter Maria und der Oktavtag von Weihnachten. Vor genau 7 Tagen war das Hochfest Weihnachten. Das Besondere am Hochfest für Maria ist, dass allgemein dem Leben und Wirken der Gottesmuter gedacht wird, nicht einem besonderen Ereignis wie ihrer Geburt oder Empfängnis. Aus Anlass dieses Hochfestes gibt es in der Sendung „Musica“ Vertonungen bekannter Marientexte wie das „Magnifikat“ oder das „Ave maris stella“. Zum Oktavtag Weihnachten erklingt der erste Teil des berühmten Oratoriums „Messiah“ von Georg Friedrich Händel. mehr...
Sendedatum: 1.1.2012
Dompropst Norbert Feldhoff präsentiert Klassische Musik am zweiten Weihnachtstag
„Stille Nacht“
Traditionell moderiert der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff am zweiten Weihnachtstag die Sendung „Musica“. Thema diesmal ist die „Nacht“. Dazu stellt der langjährige Generalvikar des Erzbistums Köln Vertonungen von Michael Haydn („Heiligste Nacht“), Wolfgang Amadeus Mozart („Eine kleine Nachtmusik“), Franz Liszt („Weihnachtsbaum“) und Giuseppe Torelli („Weihnachtskonzert“) vor. Außderm erklingen Auszüge aus dem berühmten Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. mehr...
Sendedatum: 26.12.2011
Festlich-weihnachtliche Musik am ersten Weihnachtstag bereits ab 18 Uhr
„Vom Himmel hoch“
An Weihnachten erklingt bereits ab 18 Uhr Musik aus Barock, Klassik und Romantik zum Fest. Von Felix Mendelssohn Bartholdy gibt es die Weihnachtskantate „Vom Himmel hoch“. Er vertonte 1830 insgesamt 7 Strophen dieses Liedes. Die sechsteilige Kantate ist mit einem fünfstimmigen Chor, 2 Solisten und einem klassischen Sinfonieorchester besetzt. Dann folgen in „Musica“ zwei Vertonungen der Weihnachtsgeschichte von Camille Saint-Saëns und Heinrich Schütz. Zum Abschluss der Sendung erklingen Motetten und Liedsätze („Es ist ein Ros' entsprungen“) zu Weihnachten. mehr...
Sendedatum: 25.12.2011
Adventskonzert des Kölner Domchores
„Maria durch ein Dornwald ging“
Ein festlich-besinnliches Adventskonzert hat der Kölner Domchor am 10. Dezember 2010 in St. Heribert in Köln Deutz gegeben. Unter der Leitung von Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich erklangen Werke u. a. von Andreas Hammerschmidt, Johann Eccard, Javier Busto, Benjamin Britten und John Rutter. Die Blechbläser der Kölner Dommusik spielten Werke von Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré und Thorsten Maaß. In der Sendung „Musica“ erklingt der Mitschnitt des Konzertes. mehr...
Sendedatum: 18.12.2011
Geistliche Musik zum 3. Adventssonntag
„Gaudete in Domino!“
Johannes der Täufer ist eine adventliche Gestalt der Bibel - er wird bisweilen auch als Johannes der Vorläufer bezeichnet. Das heißt, er sieht sich als Diener Jesu Christi, der die Menschen auf das Kommen des wahren Menschensohnes vorbereitet. Johannes tritt als Prediger und Täufer auf, um die Menschen zur Rückkehr zu Gott zu ermahnen. Viele Texte finden sich dazu im Neuen Testament; vor allem im Johannes-Evangelium. Dort sagt der Täufer: Ich bin eine rufende Stimme in der Wüste, richtet den Weg des Herren. Diese Worte sind heute am Gaudete-Sonntag im Evangelium vorgelesen worden. Heinrich Schütz hat die Worte meisterhaft in seiner Geistlichen Chormusik aus dem Jahr 1648 vertont. mehr...
Sendedatum: 11.12.2011
