17.2.2010
Aschermittwoch der Künstler mit Weihbischof Heiner Koch
Gott ist in den Staub der Menschen hinabgestiegen
Gerade weil die meisten Menschen heute diese Aussage des Matthäusevangeliums akzeptierten, ohne zu glauben, könnten sie die Argumentation leicht nachvollziehen. Die christliche Botschaft für diese Menschen sei, so Koch: „Gott ist in den Staub der Menschen hinabgestiegen.„ Er erspare sich nichts und sei bis zum letzten Augenblick bei ihnen. Wenn Menschen an dieser Gegenwart Gottes zweifelten, sei es eine besondere Aufgabe für Künstler und Christen ihnen zu helfen, in ihrem Leid Gott zu entdecken. „Denn wir sehen nur das, was wir erwarten“, sagte Koch, um die Notwendigkeit des Perspektivwechsels aufzuzeigen.
Es erfordere sehr viel Geduld, um Gott sehen zu lernen. Koch bekräftigte die Bedeutung der Evangelisierung durch das Argument, dass „miteinander uns die Augen aufgehen.„ Künstler könnten für die Menschen eine Art Sehhilfe sein. In der Bibel würde dem Menschen meist durch Fragen die Augen geöffnet. Menschen die meinten, es gäbe keinen Gott, sollten daher befragt werden. Dafür seien Fragen notwendig, die nachdenklich stimmten und Selbstverständlichkeiten aufbrächen. Sie sollten „zum Sehen einladen“. Koch dankte den Künstler, dass sie selbst zu solchen Fragen würden. Denn an diesem Punkt sei nicht mehr zwischen Künstler und Kunstwerk zu trennen. Die Künstler dienten dabei der Kirche und den Menschen.
(dr,PEK)
Audio Beitrag
- Predigt Weihbischof Koch am Aschermittwoch (17.2.2010)
- Ein Interview mit Prälat Josef Sauerborn (Künstlerseelsorger): Zur Bedeutung des Aschermittwochs der Künstler (26.2.2009)
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