1.8.2010
Mahnung zu gerechter Güterverteilung im Kölner Dom am 18. Sonntag im Jahreskreis
„Wie bringen wir uns als Christen ein?“
In seiner Predigt stellte Trippen mit Sorge fest, dass die Einnahmen der Hilfswerke langsam aber stetig zurückgehen. Deshalb stelle sich die Frage, ob auch „uns Christen die Sicherung des Vermögens wichtiger ist als eine gerechte Verteilung der Güter“. Beantworten könne man dies nicht.
Großer Besitz beschere ein „unruhiges Leben und unruhige Nächte“, wie das Kohelet-Evangelium auch sage. Was in einer Gesellschaft erwirtschaftet werde, sei dazu bestimmt, „dass alle Menschen verträglich leben können“. Das sei die wichtigste Aufgabe staatlicher Politik. Zurzeit jedoch erlebten wir ein unwürdiges Schauspiel, so Trippen. „Ein Schauspiel wie man darum streitet, die Lasten und Einkünfte einigermaßen gerecht zu verteilen.“
Die Methode, die Zukunft mit Schulden zu finanzieren, sei dabei an ihre Grenzen gestoßen.
