Professor Georg Langenhorst über Gott und Jesus in Kinderbüchern
„Warum hat Jesus Aua?“
Lang war es still um Gott und Religion in der Kinder- und Jugendbuchliteratur. Seit den sechziger Jahren scheuten sich Kinderbuchautoren, das Thema Religion in ihren Büchern aufzugreifen. Das hat sich in den neunziger Jahren geändert. „Heute taucht Gott in den Kinderbüchern erstaunlich bunt, erstaunlich vielfach und erstaunlich unterschiedlich auf,“ sagt Georg Langenhorst. mehr...
Sendedatum: 8.1.2012
Dr. Werner Bartens über „Glücksmedizin“
Was wirklich hilft
Eine Studie der Harvard Universität hat wissenschaftlich belegt, dass sich die Atemfunktionen von Menschen mit Lungenkrankheiten, die regelmäßig zur Kirche gingen, relevant verbesserten – und das trotz des Weihrauchs. Dr. Werner Bartens ist Arzt und Wissenschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung. Er untersucht in seinem Buch „Glücksmedizin“ was wirklich hilft und gesund ist, und da spielen der Glaube und die Einstellung zum Leben eine bedeutende Rolle. mehr...
Sendedatum: 31.10.2011
Michael Kumpfmüllers Kafka Roman über „Die Herrlichkeit des Lebens“
Kafka betet
Einsam und unglücklich sei er gewesen. Franz Kafka, der traurige Dichter, der schon mit 40 Jahren an Tuberkulose starb. Vielleicht war er aber auch ganz anders, sagt Michael Kumpfmüller, vielleicht war Kafka auch heiter, hell und glücklich. mehr...
Sendedatum: 21.10.2011
Erzbischof Robert Zollitsch über den Bildband zur Papstreise
Papst Benedikt in Deutschland
Gedränge am Stand des Herder Verlags auf der Frankfurter Buchmesse - und das nicht weil sich für den Nachmittag Margot Käßmann angekündigt hat. Die vielen Besucher warten auf Erzbischof Robert Zollitsch. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz kommt, um den soeben erschienenen Bildband zum Papstbesuch zu präsentieren. mehr...
Sendedatum: 15.10.2011
Stan Lafleur verdichtet die Kulturgeschichte des Rheins im Internet
„rheinsein.de“
Große Dichter haben sich an Versen über den Rhein reichlich abgearbeitet. Als der Kölner Autor Stan Lafleur beschloss, ein Verswerk über den Rhein zu schreiben, wußte er also, auf was er sich einließ. Um sich selbst anzuspornen, legte er ein öffentliches Arbeitsjournal im Internet an – als Blog unter „rheinsein.de“. Und dann passierte es: Jede Menge Menschen meldeten sich, so dass rasch eine große literarische Gemeinschaft entstand. Inzwischen ist rheinsein.de eine ständig anwachsende Mischung aus öffentlichen Forschungsnotizen und virtuellem Mitmachmuseum. So „musealisiert die Internetseite auf einzigartige pionierhafte Weise rheinische Kulturgeschichte in netzaffiner Form“. Das geht dann vom jüngsten Eintrag mit dem Titel: „Rheinisches Temperament in der deutschen Bahn“ bis zu einem Photo von der Loreleystraße in Leverkusen, das Straßenschild auf einem schlichten Backsteinreihenhaus. mehr...
Sendedatum: 5.8.2011
Der türkisch-deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli über seine Haftzeit in Istanbul
„Die Einzelhaft war die Hölle“
„Ich sehe mich nicht nur als Opfer. Die türkische Justiz hat mich in diesen vier Monaten auch zum Zeugen gemacht.“ Das sagt der türkisch-deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli. Vier Monate saß er im vergangenen Winter unschuldig in einem türkischen Gefängnis. mehr...
Sendedatum: 8.5.2011
Kim Leine lebte fünf Jahre bei den Eskimos
Abenteuer Grönland
„Ich hatte 16 Schlittenhunde, einige Boote und viele Gewehre. Ich war schwer bewaffnet.“ Fünf Jahre lebte der dänische Schriftsteller Kim Leine in einem einsamen Dorf in Ostgrönland. Er suchte dort den „dänischen Traum von Freiheit und Abenteuer“. Doch dann kam alles anders. mehr...
Sendedatum: 1.5.2011
Ulf Nilsson über Sterben und Tod
„Die besten Beerdigungen der Welt“
„Die große Glocke läutete über Stockholm, und alle Kinder freuten sich, denn die große Glocke läutete, weil eine Maus gestorben war.“ Als der Kinderbuchautor Ulf Nilsson gefragt wurde, ob er nicht in der Kirche mit Kindern über den Tod sprechen wolle, sagte er, ja das könne er tun. Seine Bedingung: er plane, mit den Kindern eine richtige Beerdigung im Dom zu feiern, denn er wolle mit den Kindern eine Maus beerdigen. Und so geschah es dann. mehr...
Sendedatum: 17.4.2011
Josef Girshovich reist nach Jerusalem
Ohne Geld von Berlin in den Orient
„Ich habe mich einfach mitten in Berlin an die Straße gestellt und bin losgetrampt.“ Am Anfang stand eine Wette: Kann man ohne einen Cent von Berlin bis nach Jerusalem reisen. Der junge deutsche Jude Josef Girshovich hat darauf gewettet und seinen Rucksack gepackt. 17 Tage und 5200 Kilometer später kam er an der Klagemauer an – und er hatte keinen Cent ausgegeben. „Reise nach Jerusalem“ heißt sein ungewöhnlicher Reisebericht, der jetzt als Buch im dumont Verlag erschienen ist. mehr...
Sendedatum: 8.4.2011
Dr. Michael Siefener über Ambrose Bierce
„Aus dem Wörterbuch des Teufels“
Der amerikanische Schriftsteller Ambrose Bierce (1842 - 1914) hatte nicht nur eine scharfe Zunge, sondern auch eine spitze Feder. Er war einer der schillerndsten Gestalten im literarischen Amerika des 19. Jahrhunderts - die personifizierte Provokation und ein gefürchteter Journalist. Als Schriftsteller wurde er durch seine fantastischen Erzählungen bekannt, die literarisch in einem Atemzug mit Edgar Allen Poe genannt werden. Ein Ambrose Bierce Klassiker ist aber auch sein „Wörterbuch des Teufels“, das die kleinen und großen Schwächen der Menschen beleuchtet. mehr...
Sendedatum: 18.3.2011