WJT Organisation: Bitte nachmachen in Rio

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Es gibt sicher vieles, was nicht gut gelaufen ist beim WJT, doch gibt es vieles, was die nachfolgenden WJT-Organisatoren in Rio und danach sich auch abschauen kann.

Sehr  gut hat zum Beispiel das System mit den Essensgutscheinen funktioniert. Dabei hat jeder Pilger ein Gutscheinheft bekommen, dass er bei rund 6.000 lokalen Restaurants gegen ein Pilgermenü eintauschen konnte. Wer schon einmal auf einem Katholikentag war, der kennt die Methode des Katholikentagstellers. Das Angebot das durch dieses System geschaffen wurde war Großartig und so konnte man von einem Picknickkorb über Fast Food bis hin zu internationalen Köstlichkeiten sein eigenes Essen auswählen allein durch die Auswahl des Restaurants, welches man angesteuert hat.

Als jemand der kein großes Frühstück braucht war es auch super, dass es jeden Morgen “nur” einen kleinen Snack in Form von einem Kakao, einem Fruchtsaft und einem süßen Teilchen gab. Dies hat langes Warten auf Kaffee oder das Schmieren von Brötchen ersetzt und man war sehr schnell unterwegs auf in die Stadt.

Ein weiteres Lob gilt dem Transport, der in den letzten Tagen wunderbar – zumindest aus meiner Sicht – funktioniert hat und man so meist relativ schnell von A nach B gelangt ist. Nur an wenigen Stellen gab es kein Durchkommen mehr. Nachts wurden weitere Züge und Nachtbusse eingesetzt beziehungsweise konnte man sehr leicht die Busfahrer zu Sonderfahrten überreden.

Darüber hinaus waren auch die Zeitfenster super für die Veranstaltungen gewählt. Dies ist zwar fast keinem aufgefallen, aber die Katechesen gingen bis maximal bis zum frühen Nachmittag und dann gab es eine lange Siesta. Erst am Abend ging es dann weiter unter anderem mit allen Großveranstaltungen, die nicht vor 19.30 Uhr begannen. Dies hatte den Vorteil, dass man sich den Nachmittag über im Schatten aufhalten konnte.

Für viele Begegnungen hat ebenfalls der große Retiro-Park inmitten von Madrid beigetragen. Hier gab es neben genügend Schatten an einigen Stellen auch Bühnen bzw. Leinwände, der große See hat zum Paddelbootfahren eingeladen, an mindestens einer Stelle wurde Obst verschenkt und die Beichtgelegenheiten waren so konstruiert, dass die Pilger und Beichtväter im Schatten sitzen konnten.

Ebenfalls sehr gut war es, dass die offizielle Hymne des WJT’s in mehreren Arrangements vorhanden war, so wurde der Song zu einem Ohrwurm, der oft gespielt wurde, aber immer wieder anders war.

Sehr gut fand ich es auch als jemand, der auf das Pressezentrum angewiesen war, dass zumindest die Lan-Verbindung sehr stabil und schnell war, um Fotos und Videos hochzuladen. Auch bermerkenswert war der Einsatz der Mitarbeiter vor Ort aufgetretene technische Probleme zu beseitigen, auch wenn natürlich nicht alles rund gelaufen ist im Pressezentrum.

Als letzten Punkt, den ich sehr gut finde ist, dass die Organisatoren ganz bewusst erste Schritte gegangen sind um die Stärke der Sozialen Netzwerke den Jugendlichen nahezulegen. So gab es immer wieder Aufrufe Fotos von der Veranstaltung ins Internet hochzuladen und Freunden von den Erfahrungen über das Web zu erzählen. Das Social Media ein wichtiger Bestandteil war wurde auch durch ein 40köpfiges Team gezeigt, dass allein für die Bestückung von Facebook, Twitter und Co zuständig waren.

Toll ist, dass an dieser Strategie weiter festgehalten werden soll in den nächsten zwei Jahren bis wir uns in Rio de Janeiro sehen.

Über den Autor - Stefan Lesting

Stefan Lesting war in den Jahren 2010 und 2011 bei domradio.de für die Online Entwicklung und den Social Media Bereich zuständig.
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6 Antworten auf WJT Organisation: Bitte nachmachen in Rio

  1. Kilian sagt:

    Was auch super funktioniert hat, ist das Crowd-Management. Besucherströme wurden schnell durch die Straßen geleitet und es kam nur zu sehr kurzen Wartezeiten.

  2. Tobias sagt:

    Danke, dass in diesem Beitrag auch die positiven Seiten der WJT-Orga zur Sprache kommen! :-)

    Gracias Madrid!

  3. Seit wann ist digital native eine Qualifikation? Das ist doch jeder, der nach 1980 geboren ist. Jemand der diesen Begriff kennt wird sich seinen Teil dazu denken, wenn er als Qualifikation auftaucht…

    • Stefan Lesting sagt:

      @Adrian: Ist das auf den Artikel oder meine Personenbeschreibung bezogen?

      • Auf die Personenbeschreibung. Außerdem ist das nicht als Kommentar gekennzeichnet. Der Artikel spiegelt, nehme ich an, deine Meinung wider. Oder sehe ich das falsch??

        • Stefan Lesting sagt:

          Ah ok, so langsam verstehe ich das was du meinst. Also die Beschreibung ist als Autorenbeschreibung zu sehen, damit jeder sich ein kleines Bild machen kann, wer denn da so schreibt.

          Bezüglich Blogbeiträge, so sind diese immer subjektiv zu betrachten und sie spiegeln immer die Meinung des Autors wieder.