26.10.2011
Papst betet mit Gläubigen für Assisi-Treffen
Noch ein Tag
25 Jahre nach dem historischen Friedenstreffen von Assisi kommen am Donnerstag auf Einladung des Papstes erneut Vertreter aller großen Weltreligionen zu einem "Tag der Reflexion, des Dialogs und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit" zusammen.
Aus Anlass des Treffens hielt der Papst statt seiner wöchentlichen Generalaudienz einen Wortgottesdienst. Anstelle von Spaltung müsse Versöhnung treten, sagte der Papst. Hass müsse durch Liebe und Gewalt durch Milde ersetzt werden. Der Beitrag der Christen zum Frieden sei das Gebet, betonte er. Christen dürften nie der Versuchung anheimfallen, zu "Wölfen unter Wölfen" zu werden.
Stattdessen sollten sie die Nächstenliebe auch zu ihren Feinden tragen. Mit dem Friedensgipfel in Assisi wolle er gemeinsam mit Mitgliedern anderer Religionen und mit Nichtgläubigen, die die Wahrheit suchten, den Einsatz für den Frieden feierlich erneuern, so Benedikt XVI.
Gott als die Quelle des Respekts
Zu Beginn des Gottesdienstes forderte der Kardinalvikar der Diözese Rom, Agostino Vallini, der Name Gottes dürfe nie für Krieg und Gewalt instrumentalisiert werden. Gott sei die Quelle des Respekts zwischen den Menschen. Das Verlangen nach Frieden und Gerechtigkeit sei in jedem Menschen vorhanden, so Vallini.
Die Feier wurde auch zu den im Petersdom versammelten Gläubigen übertragen, die der Papst dort zuvor kurz besucht hatte. An der Feier in der Audienzhalle nahmen bereits zahlreiche Kirchen- und Religionsführer teil, die den Papst am Donnerstag in die mittelitalienische Franziskusstadt begleiten werden. Zu diesem Treffen werden Vertreter von einem Dutzend nichtchristlichen Religionen und 31 Kirchen erwartet.
( kna )