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4.9.2011

Papst ruft zu offenem Miteinander in Gemeinden auf

"Brüderliche Korrektur"

Zu einem offenen Miteinander in der Gemeinde hat Papst Benedikt XVI. aufgerufen. Die christliche Nächstenliebe beinhalte auch die Pflicht zur gegenseitigen Ermahnung. Diese müsse jedoch stets in einem liebevollen und brüderlichen Sinne ausgeübt werden.

Papst Benedikt XVI. in seiner Sommerresidenz (© dr )

Papst Benedikt XVI. in seiner Sommerresidenz (© dr)

Das sagte der Papst am Sonntag vor dem Mittagsgebet in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo. Diese müsse jedoch stets in einem liebevollen und brüderlichen Sinne ausgeübt werden.

Austausch mit anderen Gemeindemitgliedern
Wenn sich ein Christ gegenüber einem anderen schuldig mache, müsse dieser zunächst das persönliche Gespräch suchen und ihm seinen Fehler vor Augen führen, sagte Benedikt XVI. vor rund 2.500 Zuhörern im Innenhof des Apostolischen Palastes. Falls diese Form der "brüderlichen Korrektur" nicht zum Erfolg führe, weil der andere sich weigere, zuzuhören, gelte es den Fall mit anderen Mitgliedern der Gemeinde zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Der Papst hob hervor, dass jeder Christ im Bewusstsein seiner eigenen Grenzen und Fehler offen für solche Ermahnungen sein müsse.

Zugleich rief Benedikt XVI. die Gläubigen auf, dem gemeinsamen Gebet einen höheren Stellenwert beizumessen. Herausforderungen und Irrwege einzelner müssten zur Sorge und zum Gebetsanliegen aller werden. Das persönliche Gebet sei zwar wichtig und unersetzlich; in einer einträchtigen Gemeinschaft von Glaubenden werde die Gegenwart Gottes jedoch in besonderer Weise erfahrbar.

( kna )