23.6.2010
Benedikt XVI.: Glaube ist "vernünftig"
Existenz Gottes erkennen
Die menschliche Vernunft allein reiche hierfür nicht aus. Dies bedeute jedoch nicht, dass Glaube und Vernunft einander widersprächen. «Es ist vernünftig, Gott Glauben zu schenken, der sich den Aposteln als der Grund und die Fülle des Lebens offenbart hat», hob das Kirchenoberhaupt hervor.
Als Beispiel für das Zusammenspiel von Glaube und Vernunft verwies Benedikt XVI. auf den heiligen Thomas von Aquin (1225-1274). In seiner dritten Katechese über diesen bedeutenden mittelalterlichen Theologen würdigte der Papst vor allem dessen wirkmächtigste Schrift, die «Summa Theologica». Dieses «Meisterwerk» zeige, dass das «denkerische Durchdringen der christlichen Offenbarung» und das «konkrete Handeln aus dieser Erkenntnis» zusammengehörten, hob der Papst hervor.
Der aus der Nähe von Neapel stammende heilige Thomas von Aquin gehörte dem Dominikanerorden an und war ein Schüler von Albertus Magnus (um 1200 bis 1280). In seinen Werken macht er die Philosophie des Aristoteles erstmals umfassend für das christliche Denken fruchtbar.