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Pfarrvikar Ulrich Filler Donnerstag,
24. Mai
Joh 17,20-26 mit Auslegung mit Pfarrvikar Ulrich Filler

Pfarrvikar Ulrich Filler


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Bachkantate

Bachkantate

Jeden Sonntag
6.33 Uhr
Wh. Sonntag


Jeden Sonn- und Feiertag im domradio
um 6.33 Uhr.

Sie hören eine Kantate in voller Länge sowie einen erläuternden Beitrag von  Daniel Detambel.

Außerdem senden wir für Sie vor dem Gottesdienst am Sonntag, um 9.50 Uhr,
einen Beitrag und einen besonderen Musikausschnitt aus der Kantate.


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212.2.2012

BWV 126

Frei

„Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“, so hat Johann Sebastian Bach die Kantate des Sonntags überschrieben. Und der Grundgedanke der Kantate drückt sich bereits in dieser Überschrift aus: Die Bitte an den Herrn, seine Gemeinde bei seinem Wort zu erhalten, sie vor den Feinden Gottes zu schützen und ihr den Frieden zu bewahren, steht im Mittelpunkt.

Bach hat dem herkömmlichen Instrumentarium von 2 Oboen, Streichern und Continuo im Eingangschor noch eine Trompete hinzugefügt. Offenbar hatte Bach zu dieser Zeit, im Februar des Jahres 1725, gerade einen fähigen Bläser zur Verfügung, was nicht immer der Fall war. Selbst ein so bedeutender Komponist wie Johann Sebastian Bach hatte zu seiner Zeit immer wieder Probleme, gute Musiker zu finden. Immer wieder beklagt er sich in Briefen an den Rat der Stadt Leipzig darüber. Und wenn er dann mal einen Musiker zur Verfügung hatte, baute Bach dieses Instrument natürlich entsprechend in seine Kantatenkompositionen ein.

Von der Trompete abgesehen folgt der Eingangssatz in seiner Form dem von Bach bevorzugten Schema: Die Liedmelodie wird zeilenweise vom Sopran vorgetragen, unterbaut durch ein freipolyphones Unterstimmengefüge ohne ausgeprägte thematische Bindung, jedoch mit plastischer Hervorhebung bedeutsamer Textwörter wie „Mord“, oder „Stürzen“ durch eine intensive abwärtsgerichtete Bewegung.

Von den beiden Arien hat die erste den Charakter eines eindringlichen Gebets, dessen Gestik durch zwei Oboen unterstrichen wird.

Wesentlich dramatischer ist die zweite Arie, in der die Bitte, der Herr möge die Stolzen zu Boden stürzen, mit abwärtsrasenden Tonleiterpassagen des Continuo unterstützt wird. Ein geradezu alttestamentlicher Eifer gegen die Feinde der Sache Gottes lässt den Continuo den ganzen Satz hindurch nicht zur Ruhe kommen, so dass eine Arie von echt barocker Dramatik entsteht.

Unter den beiden Rezitativen ist besonders das erste bemerkenswert: Während die Rezitativpartien in continuobegleiteter Einstimmigkeit erklingen, werden die Choralzeilen im Alt-Tenor-Duett vorgetragen. Dabei liegt die durch Auszierung eindringlich gestaltete Choralmelodie stets bei der neu einsetzenden Stimme.

Das zweite Rezitativ, der fünfte Satz, ist hingegen ganz einfach gestaltet und bringt die Zuversicht auf Gottes Hilfe zum Ausdruck. Mit einem einfachen, vierstimmigen Choralsatz lässt Bach seine Komposition enden.

BWV 126 „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“.
Tölzer Knabenchor, Concentus musicus Wien, Leitung: Nikolaus Harnoncourt.

Quelle/ Literatur: Alfred Dürr: Die Kantaten Johann Sebastian Bachs. Bärenreiter, 1995

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