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Evangelium

Pfarrvikar Ulrich Filler Donnerstag,
24. Mai
Joh 17,20-26 mit Auslegung mit Pfarrvikar Ulrich Filler

Pfarrvikar Ulrich Filler


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Bachkantate

Bachkantate

Jeden Sonntag
6.33 Uhr
Wh. Sonntag


Jeden Sonn- und Feiertag im domradio
um 6.33 Uhr.

Sie hören eine Kantate in voller Länge sowie einen erläuternden Beitrag von  Daniel Detambel.

Außerdem senden wir für Sie vor dem Gottesdienst am Sonntag, um 9.50 Uhr,
einen Beitrag und einen besonderen Musikausschnitt aus der Kantate.


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222.8.2010

12. Sonntag nach Trinitatis BWV 137

Bachkantate am 22.08.2010

„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“: Dieses bekannte und bis heute beliebte Kirchenlied hat Johann Sebastian Bach zur Grundlage seiner Kantate für den heutigen 12. Sonntag nach Trinitatis gemacht. Damit gehört diese Kantate zu den sogenannten Choralkantaten. Auffällig allerdings: Bach hat diese Kantate nicht wie die anderen Choralkantaten 1724 komponiert, sondern erst ein Jahr später: Uraufführung war der 19. August 1725. Den Grund dafür kennen wir nicht.

Ungewöhnlich ist ebenfalls, dass Bach alle Strophen des Liedes, das Joachim Neander 1680 getextet hat, unverändert beibehält. Denn normalerweise übernimmt Bach nur die erste und die letzte Strophe. Die anderen lässt er meist mehr oder weniger frei umtexten. Anders wie gesagt bei der heutigen Kantate.

Der Eingangschor entfaltet in konzertierendem Wechsel von Trompeten, Oboen und Streichern eine strahlende Pracht. Die Melodie erklingt im Sopran, die Unterstimmen setzen wie bei einer Fuge nacheinander ein.

Im 2. Satz umspielt die Violine in reizvollen Figuren die vom Alt vorgetragene, leicht ausgezierte 2. Liedstrophe. Ein fröhlicher Satz, passend zum Text.

Bach hat diesen Satz später als Bearbeitung für Orgel zu den sogenannten Schübler´schen Chorälen hinzugefügt, allerdings mit dem Text des Adventsliedes: „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter“.
Die dritte Strophe erklingt als Duett mit 2 Oboen. Spätestens beim Einsatz der Singstimmen wird deutlich, dass auch die Melodik der Oboen sich stark an die Choralmelodie  anlehnt.

Die Form dieses Duetts ist relativ ungewöhnlich, denn alle vier Gesangsabschnitte sind einander weitgehend gleich. Auch die vierte Strophe hat Bach, genauso wie schon die dritte, in Moll vertont. Die Melodie, gespielt von der Trompete, steht allerdings in strahlendem C-Dur. Noch häufiger als im vorangehenden Duett sind Anklänge an die Choralmelodie auch in die Gesangspartie eingeflochten. Vom Text her besonders betont ist die Stelle „Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet“. Bach verändert hier das Metrum, also Takt und Rhythmus, so dass das „Denke daran“ deutlich aus dem Rahmen fällt und so den ermahnenden Akzent bekommt.

Der abschließende Choralsatz steigert sich durch die weitgehend selbständig geführten Trompeten bis hin zur Siebenstimmigkeit. Ein festlicher Abschluss für eine festliche und strahlende Komposition.

BWV 137: Lobe den Herrn.
Tölzer Knabenchor, Concentus musicus Wien, Leitung: Nikolaus Harnoncourt.

Quelle/ Literatur: Alfred Dürr: Die Kantaten Johann Sebastian Bachs. Bärenreiter, 1995

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