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Evangelium

Gary Lukas Albrecht Sonntag,
12. Februar
Mk 1,40-45

Gary Lukas Albrecht


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Bachkantate

Bachkantate

Jeden Sonntag
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um 6.33 Uhr.

Sie hören eine Kantate in voller Länge sowie einen erläuternden Beitrag von  Daniel Detambel.

Außerdem senden wir für Sie vor dem Gottesdienst am Sonntag, um 9.50 Uhr,
einen Beitrag und einen besonderen Musikausschnitt aus der Kantate.


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23.1.2010

BWV 58 am Sonntag Neujahr

Bachkantate am 03. Januar 2010

„Auch wenn die Welt mich hasst, so wird mich doch Gott in ein andres Land, in das Land der Seligkeit weisen“. So lässt sich die Kernaussage der Kantate, die Johann Sebastian Bach für den heutigen Sonntag nach Neujahr komponiert hat, zusammenfassen. Überschrift der Komposition: „Ach Gott, wie manches Herzeleid“. Der Textdichter lehnt sich eng an das Evangelium des Sonntags an und stellt das zeitliche Leiden himmlischen Freude gegenüber.

Der Eingangssatz ist seiner Form nach eine Choralbearbeitung, bei der die Liedmelodie im Sopran liegt, zugleich aber auch ein Duett, da der Bass, der den frei gedichteten Text vorträgt, zur Choralweise einen konzertierenden Kontrapunkt bildet und mit seinem Gesangspart jeweils zwei der vier Liedzeilen miteinander verbindet.

Satz zwei ist als Rezitativ gestaltet und wiederholt noch einmal den ganzen biblischen Bericht von der Flucht nach Ägypten mit kurzen Worten.  Das Rezitativ führt zur Sopran-Arie, in der die lebhaften Violinfiguren einen ausgeprägten Kontrast zu der überwiegend gesanglich, fast liedmäßig geführten Sopranarie bilden.

Der biblische Bericht von der Flucht nach Ägypten und dem damit verbundenen Leid, von dem im zweiten Satz die Rede war, wird jetzt im vierten Satz aktuell umgedeutet. „Kann es die Welt nicht lassen, mich zu verfolgen und zu hassen, so weist mir Gottes Hand ein andres Land“, so heißt es im Text. In eindringlicher Melodie wird die Sehnsucht der Seele nach Erlösung von den Leiden dieser Welt zum Ausdruck gebracht.

Ausgesprochen konzerthaft gibt sich der Schlusssatz, wiederum eine Choralbearbeitung, die in Form und Besetzung mit dem Eingangssatz korrespondiert. Die Dreiklangsfanfare zu Beginn durchzieht als Motiv den ganzen Satz.

Bachs Komposition ist vermutlich zum 5. Januar 1727 entstanden. Erhalten ist sie uns allerdings nur in einer Umarbeitung aus dem Jahre 1733 oder 1734. Was Bach zu einer Umarbeitung veranlasst hat, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen. Es spricht vieles dafür, dass Bach die durch die Weihnachtstage sehr in Anspruch genommenen Musiker entlasten wollte und daher auf jegliche Bläser, den Chor, sowie Alt- und Tenorsolisten verzichten wollte.   

BVW 58, „Ach Gott, wie manches Herzeleid“
Tölzer Knabenchor, Concenctus Musicus Wien, Leitung: Nikolaus Harnoncourt.


Quelle/ Literatur: Alfred Dürr: Die Kantaten Johann Sebastian Bachs. Bärenreiter, 1995

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