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Evangelium

Pfarrvikar Ulrich Filler Donnerstag,
24. Mai
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Pfarrvikar Ulrich Filler


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Bachkantate

Bachkantate

Jeden Sonntag
6.33 Uhr
Wh. Sonntag


Jeden Sonn- und Feiertag im domradio
um 6.33 Uhr.

Sie hören eine Kantate in voller Länge sowie einen erläuternden Beitrag von  Daniel Detambel.

Außerdem senden wir für Sie vor dem Gottesdienst am Sonntag, um 9.50 Uhr,
einen Beitrag und einen besonderen Musikausschnitt aus der Kantate.


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21.1.2010

BWV 41 an Neujahr: „Jesu, nun sei gepreiset“

Bachkantate am 01. Januar 2010

„Jesu, nun sei gepreiset“: So hat Johann Sebastian Bach seine Kantate für den heutigen Neujahrstag überschrieben. Und bei dieser Kantate handelt es sich um eine sogenannte Choralkantate, d.h., Bach nimmt ein bekanntes Kirchenlied zur Grundlage seiner Komposition. Im konkreten Fall das dreistrophige Neujahrslied von Johannes Hermans, das dieser 1593 komponiert hat. Das Lied scheint in Leipzig damals sehr beliebt gewesen zu sein, denn Bach verwendet es in drei seiner Neujahrskantaten und dazu auch noch in einem weiteren Choralsatz.

Das kompositorische Problem des Eingangssatzes bestand für Bach in der Aufgabe, die ungewöhnlich lange Liedstrophe formal zu gliedern. Bach löst diese Aufgabe, in dem er die Strophe in vier Teile fasst, wobei die Liedweise durchgängig vom Sopran in langen Notenwerten Zeile für Zeile vorgetragen wird, jeweils von Zwischenspielen unterbrochen. Der Inhalt des Satzes: Der Lobpreis Jesu zu Beginn des neuen Jahres und der Dank für die erhaltenen Gnaden im alten, im zurückliegenden Jahr.  

Die Prachtentfaltung dieses Eingangssatzes wird in der folgenden Sopran-Arie abgelöst durch einen kantablen, verinnerlichten Satz, dem seine Instrumentierung mit drei Oboen und sein 6/8-Takt einen pastoralen Charakter verleihen. Stand im ersten Satz der Dank für das zu Ende gegangene Jahr im Vordergrund, geht es jetzt um das neue Jahr: „Lass uns, o höchster Gott, das Jahr vollbringen, damit das Ende so wie dessen Anfang sei“, so heißt es im Text.

Ein knappes Rezitativ leitet zur zweiten Arie über, die durch die weit ausholende Gestik des Soloinstrumentes, eines Violoncello piccolo, geprägt ist. Bach verlangt hier offensichtlich ein fünfsaitiges Instrument mit einem sehr großen Tonumfang und er versteht es, dieser neu erfundenen überdimensionalen Viola charakteristische Wirkungen abzugewinnen, die sich auf die Beweglichkeit und großräumige Melodik gründen.

In das Bassrezitativ hat der Dichter eine Zeile aus der deutschen Litanei eingefügt , die Bach in vierstimmigem Satz vertont hat: „Den Satan unter unsere Füße treten“. Hier fällt gleichsam die Gemeinde in das Gebet des Einzelnen ein.

Der Schlusschoral greift deutlich wieder auf den Eingangssatz zurück. Als Zeilenzwischenspiel erklingt mehrmals das Trompetenmotiv aus dem ersten Satz. Auch die Schlussfanfare der Trompeten schlägt den Bogen zurück zu den Anfangszeilen.

Bach musizierte seine Kantaten Sonntag für Sonntag vor einer sehr großen Gemeinde. Die Thomaskirche in Leipzig besaß seinerzeit etwas mehr als 2000 Sitzplätze, dazu noch eine nicht unerhebliche Zahl von Stehplätzen, die an Feiertagen in der Regel ebenfalls gut gefüllt waren.

BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“.
Wiener Sängerknaben, Concentus musicus Wien, Leitung: Nikolaus Harnoncourt. Quelle/ Literatur: Alfred Dürr: Die Kantaten Johann Sebastian Bachs. Bärenreiter, 1995

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