30.9.2008
Alexander Kissler über die Unvernunft des Atheismus
„Der aufgeklärte Gott“
Religion gilt modernen Atheisten als überflüssig und unvernünftig. Statt Heil zu bringen, hätten Religionen und insbesondere das Christentum eher Unheil angerichtet, wird argumentiert. Die Geringschätzung des Glaubens selbst sei unvernünftig, behauptet dagegen der Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist Alexander Kissler in seinem Buch „Der aufgeklärte Gott“. Die Existenz Gottes sei eine vernünftige Grundannahme, ohne die unser Leben Spuk und Trug wäre.
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Der neue Atheismus sei unvernünftig, weil er dogmatisch sei, erklärt Alexander Kissler. Er gründe sich nicht auf philosophische Argumente, sondern argumentiere rein naturalistisch. Neue Atheisten würden anführen, dass die Religion nicht wahr sein könne, da zum Beispiel das Wunder des Laufens über Wasser nicht in einem Experiment zu beweisen sei.
Kissler entgegnet, dass wir das, was wirklich wichtig sei im Leben, oft nicht beweisen könnten. Gerade wenn man die Naturwissenschaften ernsthaft betreibe käme man an die allerletzten Grenzfragen heran. Viele Wissenschaftler würden an dieser Stelle begreifen, dass sie für diese Fragen nicht zuständig wären.
Alexander Kissler. „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam„ ist bei Pattloch erschienen und kostet 17 Euro.