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Hans-Bernd Serries Samstag,
4. Februar
Mk 6,30-34

Hans-Bernd Serries


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7.1.2008

Tausende bei Festen in Bethlehem und Moskau

Weihnachten orthodox

Während bei uns mit dem Christbaum in diesen Tagen die letzten Weihnachtsgefühle entsorgt werden, heißt es für Teile der orthodoxen Kirche in diesen Tagen: Frohe Weihnacht. Zum Beispiel in Bethlehem. domradio-Korrespondent Johannes Zang berichtet von einem „farbenfrohen Spektakel in vielen Sprachen“.

Bild
  • Orthodox: Weihnachten nach dem Julianischen oder Gregorianischen Kalender

    Orthodox: Weihnachten nach dem Julianischen oder Gregorianischen Kalender (©ddp)

Audio Beitrag
  • Ein Beitrag von Radio Vatikan: Orthodoxe Weihnacht in Russland (7.1.2007)
  • Ein Interview mit Johannes Zang (unser Korrespondent in Israel): Orthodoxe Weihnacht in Bethlehem (7.1.2008)

Unter tausendfacher Beteiligung von Pilgern aus Osteuropa haben Sonntagnacht die orthodoxen Christen in Bethlehem ihr Weihnachtsfest gefeiert. An der Mitternachtsliturgie in der Geburtsbasilika nahm - wie bereits bei den Weihnachtsfeiern der Katholiken im Dezember - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teil. Seit den frühen Morgenstunden strömten einheimische und ausländische Besucher zum Krippenplatz. In den palästinensischen Gebieten gehören die meisten Gläubigen der christlichen Minderheit einer der verschiedenen orthodoxen Kirchen an.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten am Vormittag mit dem Einzug der koptischen Kirchenführer in die Geburtsbasilika, gefolgt von den Syrisch-Orthodoxen und der afrikanisch bunten Prozession der Äthiopier. Höhepunkt war mittags der feierliche Einzug des griechisch-orthodoxen Patriarchen, Theophilos III., begleitet von etwa 100 Bischöfen, Priestern und Mönchen. Anschließend begannen die liturgischen Feiern, die ununterbrochen bis in den Montag hinein andauerten. Während der Mitternachtsliturgie stieg Abbas gemeinsam mit Theophilos III. in die Grotte hinab, die als Geburtsort Jesu verehrt wird; Mönche und Priester sangen Gebete.

Zu Unruhen kam es nicht, auch wenn die enge Abfolge der einzelnen Prozessionen und Liturgien zu gewissen Spannungen zwischen einzelnen Konfessionen führte. Vor knapp zwei Wochen hatte eine Schlägerei zwischen griechisch-orthodoxen und armenischen Mönchen während gemeinsamer Reinigungsarbeiten in der Geburtskirche Schlagzeilen gemacht.

Patriarch Alexij II. gratuliert Orthodoxen
In der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale hat in der vergangenen Nacht der Patriarch Alexij II. auf der zentralen Weihnachtsmesse zum orthodoxen Weihnachtsfest gratuliert. „Ich wünsche Ihnen allen helle und frohe Feiertage, und dass der Stern von Bethlehem stets ihren Lebensweg erhelle“, sagte der Patriarch während der mehr als vierstündigen Messe in der Nacht zum Montag. Insgesamt wohnten dem Gottesdienst etwa 5.000 Menschen bei, darunter auch zahlreiche hochrangige Politiker wie der Präsidentschaftskandidat Dmitri Medwedew.

Allerdings besuchten in diesem Jahr deutlich weniger Moskauer die orthodoxen Weihnachtsmessen in der russischen Hauptstadt. Nach Schätzungen der Sicherheitskräfte kamen lediglich 57.000 Gläubige zur Weihnachtsmesse. In den Vorjahren waren es bis zu 118.000 Menschen gewesen. Das orthodoxe Weihnachtsfest wird in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar gefeiert. Die Weihnachtszeit in Russland dauert noch bis zum 17. Januar und wird durch das russische Dreikönigsfest abgeschlossen.

Armenier feiern am 19. Januar
Die Armenisch-Orthodoxen feiern ihr Weihnachtsfest als letzte christliche Konfession am 19. Januar des Gregorianischen Kalenders. Sie haben als einzige Kirche sowohl den Julianischen Kalender beibehalten als auch die frühkirchliche Tradition, nach der die Feiern der Geburt Jesu mit dem Fest Erscheinung des Herrn zusammenfallen. Ihr Weihnachtsfest liegt deshalb noch einmal zwölf Tage nach dem der anderen orthodoxen Kirchen im Land.

Im Westjordanland wiederum, abgesehen von Bethlehem, schließen sich sämtliche orthodoxe Gemeinden alljährlich in einer ökumenischen Geste dem Weihnachtstermin der Katholiken an. Die katholischen Gemeinden dort feiern im Gegenzug Ostern nach der Zeitrechnung der Orthodoxen.

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