7.2.2011
Kardinal Meisner reagiert auf das Theologen-Memorandum
"Wo leben die denn?"
Die Verfasser der Schrift fordern darin unter anderem, die Haltung gegenüber der Homosexualität zu ändern. Der Kardinal kritisierte, dass sich die Unterzeichner damit gegen das Naturrecht stellten: "Wo leben die denn?", fragte er rhetorisch. Um letztlich auch Andersgläubige mit dem Glauben anstecken zu können, müssten die Gläubigen im Einklang mit der Gott gegebenen natürlichen Ordnung "christoaktiv" aufgeladen sein. "Dann brauchen wir vor dem Islam keine Angst zu haben", betonte Kardinal Meisner mit Blick auf die unsichere Zukunft in den Ländern des Nahen Ostens infolge der Proteste gegen autoritäre Regime. Hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Islam, der auch in Europa stärker werde, mahnte der Kardinal mit den Worten des heiligen Petrus: "Brüder, seid nüchtern und wachsam."
Der Kölner Kardinal äußerte sich beim VIII. Pater-Werenfried-Jahresgedenken, das das weltweite katholische Hilfswerk "Kirche in Not" am Samstag im Kölner Maternushaus abhielt. Die Podiumsdiskussion "Christentum und Islam zehn Jahre nach dem 11. September 2001” mit Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof Louis Sako (Kirkuk, Irak) und Pater Josef Herget CM (Institut St. Justinus, Mariazell) können Sie hier in voller Länge nachhören.
( Michaela Koller / KiN )