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2.2.2011

Papst empfängt das Kölner Dreigestirn

Fastelovend im Vatikan

"Kölsche Fastelovend" in Rom: Das Dreigestirn des Kölner Karnevals hat im vollen Ornat an der Generalaudienz des Papstes teilgenommen. Benedikt XVI. richtete einen besonderen Gruß an die Gäste aus der Domstadt. "Ich finde es schön, dass der Kölner Karneval bis nach Rom reicht", sagte er.

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Ein ergriffener Prinz nach der Begegnung mit Papst Benedikt XVI.
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Das Dreigestirn vom Papst gesegnet
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Blutwurst und Schwarzbrot - Papst Benedikt XVI. empfängt das Dreigestirn aus Köln
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Mit dem Dreigestirn in Rom

Prinz Frank I., Bauer Günter und Jungfrau Reni wechselten anschließend einige Worte mit Benedikt XVI. und überreichten ihm eine Narrenmütze, rheinische Blutwurst, Schwarzbrot und Karnevalsorden als Geschenk. Das Dreigestirn wurde vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner begleitet. Während der Generalaudienz saßen die "Tollitäten" in der ersten Reihe hinter den Bischöfen. Schon Papst Johannes Paul II. (1978-2005) hatte ein Kölner Dreigestirn im Vatikan empfangen. Am Vortag hatten die Kölner Meisners römische Titelkirche besucht, Santa Pudenziana, eine der ältesten Kirchen der Stadt.

Prinz Frank I. versagte im domradio.de-Interview die Stimme. Als "ein unglaublich schönes Erlebnis" beschrieb er die Begegnung. Kardinal Meisner habe den Papst auf das Dreigestirn gründlich vorbereitet. So wusste er beispielsweise von den sieben Kindern von Jungfrau Reni. Dass Bauer Günter kein Landwirt, sondern Steuerberater sei, habe den Papst aber überrascht. Rund fünf Minuten nahm sich Papst Benedikt XVI. Zeit für die drei Gäste aus Köln.    

Goethe berichtete vom römischen Karneval
Der Karneval hat auch in Rom eine lange Tradition. Einige Päpste zählten sogar zu seinen größten Förderern. Berühmtester Zeuge dieses närrischen Treibens war Johann Wolfgang von Goethe. "Hier ist keine glänzende Prozession, bei deren Annäherung das Volk beten und staunen soll", schreibt er in seiner "Italienischen Reise"; "hier wird vielmehr nur ein Zeichen gegeben, dass jeder so töricht und toll sein dürfe, als er wolle, und dass außer Schlägen und Messerstichen fast alles erlaubt sei".

Die karnevalistischen Vergnügungen waren damals andere als heute: So wurden etwa Schweine- und Pferderennen oder Blumenumzüge veranstaltet. Papst Martin V. (1417-1431) widmete dem Ablauf der Festlichkeiten sogar einen eigenen Erlass. Im römischen Volksmund trug ihm dies den Spitznamen "il papa Carnevale" ein.

( kna )