• Live hören
  • Aktuelle Sendung: 8 - 12 Uhr DER SAMSTAG
  • Programmtipp: Sternzeit

Radio hören

domradio.de Logo

Suche
  • Nachrichten
  • Radio
  • Mediathek
  • Gottesdienst
  • Service
  • Taizé
  • Papst Benedikt XVI.
Live: Kardinal Meisner würdigt das Werk von Kirche-in-Not-Gründer van Straaten

Bitte laden Sie sich den neusten Flash Player von adobe herunter.

  • Vollbild
  • weitere Informationen

Nachrichten-Video

Video abspielen

zur Videothek


used old from 04.02.2012 11:39:01
Evangelium

Hans-Bernd Serries Samstag,
4. Februar
Mk 6,30-34

Hans-Bernd Serries


Papstbesuch
Video abspielen

Nachrichten@domradio.de (30.09.11)

  • Reden und Ansprachen zum Papstbesuch
  • Themenseite zum Papstbesuch
  • Hier die domradio.de-CD mit den Papstreden bestellen.

used old from 04.02.2012 11:39:01
Programmtipp

So sieht eine angehende Profi-Sängerin aus Heute 12 Uhr
Sternzeit

Operabel
Annas Weg zur Profi-Sängerin


Direktlinks
  • Papst Benedikt XVI.
  • Newsletter
  • Musikwunsch
  • Taizé
  • Vorträge
  • Shop
  • Erzbistum Köln
  • Kirche im www
  • Caritas auf domradio.de
Nachrichten-Ticker
  • Merkel trifft zum Ende ihrer China-Reise einen Bischof
  • Zahl der Toten bei Unruhen in Ägypten auf sechs gestiegen
  • Russland beschließt Wiedereinführung des Religionsunterrichts
  • Westafrika droht Hungerkatastrophe - Misereor fordert mehr Hilfe
  • Kirchen: Bochum bei Sonntags-Entscheid in Vorreiterrolle
Aktuelle Seite durchsuchen
  • nach Datum
Über uns

domradio.de – Die katholische Nummer 1 im Internet! domradio.de ist Ihr Portal für aktuelle Nachrichten aus Kirche und Welt. Wir bringen christliche Stimmen und Positionen zu allen relevanten gesellschaftlichen Themen auf den Punkt. Hier finden Sie den Papst, die Bischöfe und Kardinäle genauso wie die Laien. Dazu im 24-Stunden-Livestream: Das domradio-Vollprogramm und täglich mehrfach aktualisiert die einzigen christlichen wertvollen Video-Nachrichten. Jeden Sonntag exklusiv in Bild und Ton: Der Gottesdienst aus dem Kölner Dom. domradio.de – Die katholische Nummer 1 im Internet!

Newsnavigation
  • Aktuell
  • Kirche
  • Kultur
  • Gesellschaft
  • Themen

30.1.2010

Vor 20 Jahren wurde Erich Honecker im Lobetaler Pfarrhaus aufgenommen

Kommunist im Kirchenasyl

Zuerst hat sich die evangelische Kirche gesträubt. Viermal sei die Bitte an ihn ergangen, den gestürzten DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker und seine Frau Margot in ein kirchliches Haus aufzunehmen, schreibt Bischof Gottfried Forck Anfang 1990 in einem Brief. Doch er lehnt ab: Honeckers Unterbringung sei Aufgabe des Staates. Nur wenn dies nicht geht, sei die Kirche bereit - und nur aus Barmherzigkeit.

Bild
  • Der frühere Staats- und Parteiratsvorsitzende der DDR: Erich Honecker

    Der frühere Staats- und Parteiratsvorsitzende der DDR: Erich Honecker (©ddp)

Doch die staatlichen Bittsteller sind hartnäckig. Die Regierung habe sich um eine Wohnung für den 77-Jährigen bemüht, könne aber nirgends Schutz vor möglicher Lynchjustiz bieten, erklären sie. Am 30. Januar 1990 gibt die Kirche nach. Der krebskranke Honecker, der nach eintägiger Untersuchungshaft in Ost-Berlin als haftunfähig entlassen wird, kommt mit seiner Frau nach Lobetal bei Bernau. Unter dem Dach der Hoffnungstaler Anstalten findet das Ehepaar, das stets auf eine Gesellschaft ohne Kirche gesetzt hat, eine vorübergehende Bleibe.

„Er war schwach und krank“, erinnert sich Pfarrer Uwe Holmer, der damalige Anstaltsleiter und CDU-Bürgermeister von Lobetal, an die Aufnahme der Honeckers vor 20 Jahren. „Sie haben sich bedankt.“ Holmer kommt kein unfreundliches oder verbittertes Wort über die Lippen, obwohl seine Familie in der DDR eine ganze Reihe Schwierigkeiten hatte. Die Honeckers seien „wie ganz normale Gäste“ gewesen.

Doch das haben nicht alle so empfunden. Er sei noch dabei gewesen, den Honeckers die Zimmer zu zeigen, als der erste empörte Anruf einging, erzählt Holmer. Ein Mitglied des Gemeindekirchenrates sei es gewesen. Er habe entgegnet: „Wir können nicht jeden Sonntag beten und vom Vergeben der Schuld reden und es dann nicht tun.“

Außerdem sei Lobetal 1905 als Kolonie für Obdachlose gegründet worden und auch Honecker sei nun obdachlos, erzählt der 80-Jährige, der heute in Mecklenburg lebt. Der Gemeindevertreter hat es akzeptiert. Proteste gab es dennoch, am Gartenzaun, im Ort, per Post, selbst Bombendrohungen.

„Herr Honecker befindet sich in Lobetal nicht in einem Asyl, das ihn der strafrechtlichen Verfolgung entzieht“, hatte Bischof Forck in seinem Schreiben vorsichtshalber klargestellt. Und das Ehepaar nehme auch niemandem einen Heimplatz weg: Denn die Holmers hatten für die Honeckers die beiden Kinderzimmer im Pfarrhaus freigeräumt. „Das Bad haben sie sich mit den Kindern geteilt“, erzählt der Gastgeber.

In Erinnerung sind ihm auch die abendlichen Spaziergänge mit
Honecker: „Er war deutlich anderer Meinung in politischen Dingen.“ Ein freundliches und menschliches Verhältnis sei trotzdem entstanden. Dass die SED-Genossen sich von ihm abwandten „und ihn im Regen stehen ließen“, auch die Anklage wegen Hochverrats, haben ihn schwer getroffen, erinnert sich der Pfarrer.

Die ersten freien Wahlen in der DDR am 18. März 1990 hat Honecker unter dem Dach der Kirche erlebt. Dass die Niederlage für den DDR-Sozialismus dabei so klar ausfiel, habe ihn erschüttert. Dann hieß es plötzlich, es gebe eine geeignetere Unterkunft. Nach Lindow bei Rheinsberg sollte es gehen. Doch schon am nächsten Tag kam die eilige Bitte um erneute Aufnahme in Lobetal. Denn am neuen Wohnort hatten aufgebrachte Anwohner gedroht, das Haus zu stürmen.

Bis 3. April kommen die Honeckers noch einmal im Pfarrhaus unter, danach bei der Sowjetarmee in Beelitz. Im Winter 1990, die DDR gibt es nicht mehr, ergeht Haftbefehl gegen Honecker. Das Ehepaar fliegt nach Moskau. 1992, auch die Sowjetunion hat abgedankt, werden sie nach Deutschland ausgeliefert. Honecker wird wegen des Schießbefehls angeklagt und kommt in Berlin erneut in U-Haft. Anfang 1993 wird das Verfahren aus gesundheitlichen Gründen eingestellt, das Ehepaar geht nach Chile. Dort stirbt Honecker 1994 mit 81 Jahren an Krebs.

Im Alltag von Lobetal spielt das spektakuläre Kirchenasyl vor 20 Jahren heute keine große Rolle mehr. „Man denkt nicht
pausenlos darüber nach“, sagt Johannes Feldmann, der heutige Leiter. Mit rund 3.000 Plätzen für Behinderte, Senioren, Suchtkranke, Jugendliche und Kinder zählt die Einrichtung der Diakonie mittlerweile zu den größten Sozialeinrichtungen in Brandenburg.

Die Aufnahme Honeckers im Pfarrhaus ist nach Feldmanns Ansicht nur einer von vielen Mosaiksteinen in der Geschichte der Anstalt. Und sie ist ganz im Sinn des Gründers: „Dass ihr mir niemanden abweist“, war das Motto Friedrich von Bodelschwinghs. „Wer Hilfe braucht, für den müssen wir da sein“, sagt auch sein Nachfolger. Und was wurde aus den beiden Honecker-Zimmern? „Die sind wieder normale Wohnräume.“

(Yvonne Jennerjahn / epd)

layout cross
  • webnews webnews
  • yigg Yigg
  • folkd folkd
  • mister wong Mister Wong
  • link arena Link arena
  • Del.icio.us Del.icio.us
  • Facebook Facebook
  • myspace MySpace
  • Twitter Twitter
  • Druckversion
  • Artikel versenden
  • Feedback
  • Bookmark

Über uns
  • Impressum
  • Team
  • Frequenzen
  • Presse
Erzbistum Köln
  • Erzbistum
  • Bildungswerk
  • Medientube
  • Caritas
  • Kölner Dom
  • Kirchenzeitung
Feedback
  • Kontakt
  • Musikwunsch
  • Newsletter
Netzwerke
  • Facebook
  • Twitter
  • Apps
  • Diomira
Multimedia
  • Videothek
  • Live-Portal
  • Stundengebet
  • Taizé-Podcast
  • Taizé-Radio
Spiele
  • Kirchen-Memo
  • Nachrichten-Memo
  • Luther-Memo
  • Bischofsquartett
  • Kirchenquiz
Werbung
Caritas im domradio 03_um_01_468x60.gif