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Nachrichten-Ticker

8.6.2009

Hektik und Zukunftsangst

Taizé-Prior zur Situation Jugendlicher

„Jugendliche leiden zunehmend unter Hektik und Zukunftsangst.“ Das sagt einer, der sich auskennt: Bruder Alois. Noch vor 20 Jahren sei es für einen jungen Menschen einfach gewesen, ein Jahr auszusetzen und mit in der Gemeinschaft von Taize zu leben, beobachtet der Taizé-Prior.

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  • Ein Stück Taizé mitten in Köln

Das sei heute, mit Blick auf Angst vor Lücken im Lebenslauf anders, sagte Bruder Alois im Interview der in Freiburg erscheinenden Wochenzeitschrift „Christ in der Gegenwart“.

Taize versuche Jugendlichen, die „oft jeden Moment mit Musik oder SMS ausfüllen“, Räume der Stille und des Gebets zu bieten, sagte Bruder Alois. Er sei immer wieder erstaunt, wie intensiv sich junge Leute auf den Glauben und die Stille einließen, wenn sie nach Taizé kämen. Gerade in Ländern, in denen christliche Traditionen immer weniger im Alltag spürbar seien, müssten Jugendliche Gelegenheit für persönliche Glaubenserfahrungen erhalten.

Zum Streit um die traditionalistische Piusbruderschaft sagte Bruder Alois, es schmerze, dass diese Gruppe die Ökumene, die Suche nach der Einheit der christlichen Kirchen, als Irrweg bezeichne. Gleichzeitig verstehe er den Papst, der versuche, Bruch und Spaltung nicht „immer weiter zu vertiefen“.

Zehntausende Jugendliche machen sich Jahr für Jahr auf
Jedes Jahr kommen Zehntausende Jugendliche in das kleine Burgunddorf Taizé. Die dort 1949 von Frere Roger Schutz gegründete christliche Gemeinschaft ist zu einem international bekannten ökumenischen Zentrum für christliche Jugendliche geworden.

Regelmäßig veranstalten die Taize-Brüder Jugendtreffen in aller Welt. Nach dem Tod von Frere Roger übernahm der aus Deutschland stammende Frere Alois Löser 2005 die Leitung der Gemeinschaft.

(dr,kna)


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