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19.2.2009

In eine andere Rolle schlüpfen

Kardinal Meisner wünscht Karnevalisten „gesegnete Session“

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat den Karnevalisten eine „gesegnete Session“ gewünscht. Die kommenden Tage böten den Menschen Gelegenheit, durch Verkleidung mal ein anderer zu sein und „wenigstens äußerlich in eine andere Rolle zu schlüpfen“, schreibt Meisner im „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Dadurch errichteten sie „eine Pufferzone zwischen sich und ihrem Alltag, die für ein paar Tage Abstand schafft zu Sorgen und Problemen“. Schon die heilige Elisabeth von Thüringen habe gewusst, dass man die Menschen nicht nur satt, sondern auch froh machen müsse.

„Manchmal muss man Abstand gewinnen, um genauer zu erkennen“, so der Kardinal. Auch die nachfolgende Fastenzeit sei dazu geeignet. Sie solle „die Zeit der Lebensfreude gerade nicht abschneiden, sondern erschließen“. Ein wenig vom Karneval in die Fastenzeit mitzunehmen bedeute, „in heiterer Gelassenheit zu leben - und das aus gutem Grund“. Gott erkenne jeden Menschen durch alle Verkleidungen und Masken hindurch, aber er demaskiere ihn nicht. Vielmehr lade er ihn ein, „als ein echter Mensch zu leben“, so der Kardinal.

(kna)


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