Lustigerweise höre ich - während ich diesen Artikel lese bzw. meinen Beitrag schreibe - gerade Willibert Pauels... Damit ist die Frage zwischen Karneval und Kirche quasi schon beantwortet... Selbstverständlich gibt es Geschmacksgrenzen, aber hier möchte ich (frei im Sinne von Mk 7,15) davor warnen, dieses an Kostümen festzumachen. Rein äußerlich halte ich die vielen Rettungssanitäter und Krankenschwestern, die mir in der KVB begegnen, für kritischer: "Wohin soll ich mich wenden", wenn ich tatsächlich mal in eine kritische Situation kommen sollte? Das erinnert mich an die in Deutschland beliebte Frage nach der "Verschärfung" von bestehenden Gesetzen: Die heutigen Gestze (bspw. bzgl. "Amtsanmaßung") reichen doch sicherlich aus, und trotzdem laufen an Karneval unzählige OP-Ärzte durch die Stadt. An Karneval ist das ok. Und so sollte es auch mit den "Päpsten" sein.
Folgendes Erlebnis mag vielleicht dazu beitragen, wieder "auf den Teppich" zu kommen: Vor zwei oder drei Jahren wurde ich Zeuge folgender Szene: Am Morgen des Aschermittwochs traf ein "übriggebliebener" Op-Arzt am Chlodwigplatz eine "echte" Ordensschwester und sprach sie an: "Das ist aber ein tolles Kostüm!". Die Schwester antwortete ganz cool: "Nicht wahr? Ist mal was anderes..." Wer hat in dieser Situation mehr "Würde" an den Tag gelegt?