Als ich volljährig war, betrachtete ich es oft als eine neue Art von "Freiheit", wenn ich eben NICHT mehr jeden Sonntag zum Gottesdienst ging, wozu mich die Eltern stets eifrig angehalten haben. Heute, mit 40 Jahren, nach vielen Aufs und Abs im Leben, nach zweimaligem Überleben einer Krebserkrankung und mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft weiß ich: das Wertvollste, was meine Eltern mir mitgegeben haben, war und ist der Glaube! Denn wenn alle Welt jemanden verläßt, wenn jede irdische Hoffnung ins Leere läuft, dann ist immer noch Halt da, immer noch Licht, immer wieder neue Kraft. Natürlich leben wir in einer freizügigen und säkularen Gesellschaft, aber alle Eltern sollten sich ihrer Verantwortung den Kindern gegenüber bewußt sein. Kinder NICHT im Glauben zu erziehen ist ganz klar eine Option, aber mit Sicherheit wird diesen Kindern späterhin immer etwas wichtiges fehlen.